Fördermittel für Lastenfahrräder und Lottomittel für neue Bänke in Brandenburg

Potsdam. Infrastrukturminister Rainer Genilke hat heute dem Amt Ortrand Fördermittel für sechs Lastenfahrräder mit Elektroantrieb übergeben. Das Land stellt 24.000 Euro bereit. Darüber hinaus wurden Lottomittel in Höhe von 4.500 Euro aus der Konzessionsabgabe Lotto des Landes Brandenburg übergeben. Damit unterstützt das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung das Projekt des Amtes, an verschiedenen Standorten Verweil- und Sitzmöglichkeiten an Rad- und Wanderwegen und Treffpunkten aufzustellen.

Förderung Lastenfahrräder

Rainer Genilke: „Unser Ziel ist es, den Radverkehr in unserem Land nachhaltig zu stärken. Deshalb ist es erfreulich, dass immer mehr Brandenburgerinnen und Brandenburger Lastenfahrräder als Transportmittel nutzen. Gerade auf Kurzstrecken ist das eine echte Alternative und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Diese Entwicklung unterstützen wir seit mehreren Jahren mit unserer Lastenradprämie. Seit 2021 konnten fast 500 Anträge mit einer Gesamtfördersumme von rund 1,3 Millionen Euro bewilligt werden. Auch im Jahr 2024 stehen Landesmittel in Höhe von 310.000 Euro zur Verfügung. Das Amt Ortrand hat mit dem im Mai 2023 angeschafften E-Bike als Dienstfahrzeug gute Erfahrungen gesammelt und innerhalb von sechs Wochen knapp 600 Kilometer Dienstfahrten zurückgelegt. Nun sollen auch die amtsangehörigen Gemeinden profitieren. Das wollen wir unterstützen.“

Das Amt Ortrand will sechs elektrisch betriebene Lastenfahrräder für die amtsangehörigen Gemeinden anschaffen. Im Rahmen der Mobilitätswende und nachhaltigen Entwicklung der Gemeinden des Amtes Ortrand ist angedacht, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger E-Lastenfahrrädern zur Verfügung zu stellen. Die Fahrzeuge werden für die amtsangehörigen Gemeinden Großkmehlen, Kroppen, Lindenau und Ortrand beschafft. Die jeweilige Dorfgemeinschaft organisiert die kostenfreie Ausleihe der Fahrzeuge für die Allgemeinheit wie beispielsweise Kitas, Vereine oder Feuerwehren.  Damit soll der PKW-Individualverkehr verringert werden.

Es werden insgesamt sechs E-Lastenfahrräder bewilligt. Bei einem Höchstfördersatz von 4.000 Euro pro E-Lastenfahrrad werden 24.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Lastenräder werden folgendermaßen verteilt:

  • Stadt Ortrand – 2 Stück
  • Gemeinde Großkmehlen – 2 Stück
  • Gemeinde Lindenau – 1 Stück
  • Gemeinde Kroppen – 1 Stück

Hintergrundinformation zur Lastenradförderung

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung unterstützt die Anschaffung von Lastenfahrrädern und Lastenfahrradanhängern mit und ohne Elektroantrieb im Regelfall bis zu 50 Prozent der anerkannten zuwendungsfähigen Ausgaben und bei Bereitstellung für die Allgemeinheit bis zu 80 Prozent.

Für die Lastenfahrräder und Lastenfahrradanhänger werden je nach technischer Ausstattung folgende Förderobergrenzen festgelegt:

  •  für Lastenfahrräder: 2.500 Euro
  • für E-Lastenfahrräder: 4.000 Euro
  • für Lastenfahrradanhänger: 1.000 Euro
  • für E-Lastenfahrradanhänger: 2.500 Euro

Zu den zuwendungsfähigen Ausgaben gehört auch Zubehör wie zum Beispiel ein Fahrradcomputer. Die Lastenfahrräder/Lastenfahrradanhänger müssen für den Transport von Waren, Material und/oder Personen nutzbar sein.

Lottomittel

Im Amt Ortrand wurden in den vergangenen Jahren Wander- und Radwege angelegt. Da der Amtsbereich Ortrand ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel ist, sollen Sitzmöglichkeiten für Einwohnerinnen und Einwohner sowie Gäste aufgestellt werden. Die Sitzgruppen sollen so angelegt werden, dass sie auch für Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen im Sinne des Brandenburgischen Behindertengleichstellungsgesetzes diskriminierungs- und barrierefrei zugänglich sind. Sie sollen der Erholung und dem geselligen Austausch dienen. Die Endmontage der einzelnen Positionen erfolgt im Werkunterricht der Grundschule in Großkmehlen. Damit lernen die Schulkinder handwerkliche Arbeit und auch Wertschätzung für die geschaffenen Projekte.

Rainer Genilke sagte bei der Übergabe des Lottoschecks: „Die Bürgerinnen und Bürger und ihre Gäste sollen sich im Amtsgebiet wohlfühlen. Dafür wurden Wander- und Radwege angelegt. Um den Menschen an Treffpunkten und Ausflugszielen die Möglichkeit zum Verweilen und Ausruhen zugeben, sollen Bänke aufgestellt werden, die auch barrierefrei zugänglich sind. Es freut mich besonders, dass auch Schulkinder in das Projekt einbezogen werden. Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Großkmehlen beteiligen sich an der Endmontage. Das steigert die Wertschätzung für die Sitzgelegenheiten. Hier unterstützen wir gerne mit Lottomitteln.“

Die Gesamtkosten betragen rund 12.000 Euro. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung bewilligt 4.500 Euro. Der Eigenanteil des Amtes Ortrand beträgt 7.590 Euro.

Hintergrundinformation: Was sind Lottomittel?

Jeder Lottospielende des Landes Brandenburg trägt zur Förderung gemeinnütziger Projekte bei. Denn die Allgemeinheit profitiert von der Glücksspielabgabe der Lotterien und Sportwetten des Landes Brandenburg. So ist jeder Spielschein ein Gewinn für alle. Mit diesen Mitteln können vor allem Projekte gefördert werden, die nicht in den üblichen Förderprogrammen berücksichtigt werden können, jedoch von Bedeutung für die Menschen vor Ort sind.

Wende im Klassenzimmer: Als SED und Opposition gemeinsam die Kinder schützen wollten

Die Teaser 1. Persönlich (Emotional & Subjektiv) Gänsehaut und Zigarettenrauch. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem überfüllten Raum in Ost-Berlin. Es ist Dezember 1989. Neben Ihnen sitzt der Pionierleiter, der Sie früher wegen der West-Jeans getadelt hat, und nickt eifrig den Worten eines Oppositionellen zu. Plötzlich geht es nicht mehr um Ideologie, sondern um unsere Kinder. Ich nehme Sie mit zurück in das Institut "Clara Zetkin", wo in einem Akt der Verzweiflung und Hoffnung versucht wurde, die verlorene Kindheit der DDR neu zu erfinden. Ein Dokument der Menschlichkeit inmitten des politischen Sturms. 2. Sachlich-Redaktionell (Informativ & Direkt) Wende im Kinderzimmer. Am 7. Dezember 1989, parallel zum ersten Runden Tisch, formierte sich in Berlin eine ungewöhnliche Allianz. Dokumente aus der "Jungen Welt" belegen: Eine Initiativgruppe aus SED, Kirchenvertretern, Demokratischem Aufbruch und Pionierleitung konstituierte sich am Institut für Lehrerbildung. Das Ziel: Die Abschaffung der ideologischen Doktrin in der Kindererziehung und die Gründung einer weltanschaulich neutralen Interessenvertretung. Wir analysieren das historische Treffen, das das Ende der Staatsjugend besiegelte und den Weg für demokratische Strukturen ebnete. 3. Analytisch & Atmosphärisch (Hintergründig & Spannend) Tödliche Umarmung. Es war der letzte Versuch des alten Apparats, die Kontrolle zu behalten, getarnt als demokratischer Aufbruch. Wenn SED-Funktionäre und Bürgerrechtler gemeinsam eine "einheitliche Kinderbewegung" fordern, offenbart sich die ganze Schizophrenie des Winters 89. War es eine echte Reformchance oder der verzweifelte Versuch der "Thälmann-Pioniere", in neuen Kleidern zu überleben? Wir beleuchten die Atmosphäre eines Abends, an dem alte Machtstrukturen aufbrachen und eine Utopie geboren wurde, die im Rausch der Wiedervereinigung nur Monate später untergehen sollte.