MV fordert Änderung des Naturschutzgesetzes zur Entnahme von Wölfen

Mecklenburg-Vorpommern will über die Umweltministerkonferenz (UMK) Anfang Juni eine Änderung des Paragraphen 45a des Bundesnaturschutzgesetzes erwirken. Ein entsprechender Antrag sei in der Vorbereitung, so Umweltstaatssekretärin Elisabeth Aßmann.

„Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die von Bundesministerin Lemke geplante Regelung zum schnelleren Abschuss von Schadwölfen zwar gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht war. Darauf deuten bereits das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Niedersachen hin, auch uns wenn die schriftliche Urteilsbegründung noch nicht vorliegt. Um keine weitere Zeit zu verlieren, werden wir der UMK vorschlagen, zügig das Bundesnaturschutzgesetz so zu ändern, dass es endlich möglich wird, Problemwölfe aus dem Bestand zu entnehmen. Sollte der Bund sich hierbei nicht schnell genug bewegen, kann nur eine Bundesratsinitiative weiterhelfen, für die sich Mecklenburg-Vorpommern stark macht. Selbstverständlich werden wir uns auch weiterhin mit den Wolfsschwerpunktländern eng abstimmen.“

Die Stimmung bei Weidetierhaltern und auf dem Land wohnenden Familien reiche aktuell von Angst bis Wut, so Aßmann.

„Derzeit werden die Wolfswelpen aus dem letzten Jahr – nun als Jährlinge – von ihren Rudeln vertrieben, weil der nächste Wolfsjahrgang gewölft wird. Dadurch kommt es immer wieder zu Sichtungen, selbst am hellichten Tag in der Nähe von Wohnhäusern, Schulen oder gar Kindergärten. Bei diesen Begegnungen ist glücklicherweise noch niemand zu Schaden gekommen. Ganz anders sieht es aber auf den Schaf- und Rinderkoppeln aus. Es ist vielen Menschen nicht mehr erklärbar, dass wir zwar den Wolf schützen, die Weidetiere aber durch Übergriffe mitunter schlimme Qualen erleiden. Deswegen brauchen wir Instrumente, auffällige Wölfe unmittelbar nach den Übergriffen der Wildbahn entnehmen zu können. Wochenlange Genanalysen und Genehmigungswege machen dies allerdings bisher nur theoretisch möglich.“

Abschließend verweist die Staatssekretärin auf die Unterstützung von Schaf haltenden Betrieben durch das Land für Herdenschutzmaßnahmen, angefangen von Weidezäunen bis zu Herdenschutzhunden. Informationen dazu seien auf der Internetseite wolf-mv.de zu finden.

Hier finden sich auch Telefonnummern, über die Sichtungen an das Wolfsmanagement weitergegeben werden können.

Empfehlungen, wie man sich bei Begegnungen mit dem Wolf am besten verhält, hatte das Ministerium bereits 2021 in einer Pressemitteilung veröffentlicht, die hier angehängt wird.

Das diskrete Leuchten des Luxus: Die geheime Oberschicht der DDR

Persönlicher Teaser Gleichheit? Von wegen! Offiziell waren wir alle Brüder und Schwestern im Geiste des Sozialismus, doch manche Brüder hatten vollere Keller als andere. Während meine Eltern monatelang auf ein Ersatzteil für den Trabant warteten, gab es eine Schattenwelt, in der Champagner floss und West-Schokolade keine Mangelware war. Es ist die Geschichte einer verbotenen Elite und jener „Organisatoren“, die im Verborgenen Reichtümer anhäuften, von denen niemand wissen durfte. Tauchen Sie ein in das Doppelleben der DDR – eine Welt voller Widersprüche, in der Beziehungen die härteste Währung waren und der Staat selbst seine Prinzipien für harte D-Mark verkaufte. Drei Überschriften-Vorschläge Wasser predigen, Wein trinken: Das geheime Luxusleben der DDR-Elite Millionäre im Schatten: Wie Beziehungen zur wahren Währung des Ostens wurden Die KoKo-Connection: Der staatlich verordnete Kapitalismus im Arbeiterstaat