Wasserstoff-Transformation für Jena: Zwei wichtige Meilensteine erreicht

Die Stadtwerke Jena Netze treiben die Transformation ihrer Erdgasnetze hin zu Wasserstoffnetzen aktiv voran. Gemeinsam mit den Fachexperten DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH aus Leipzig entsteht dazu gerade ein konkreter Fahrplan. In dem Projekt „H2-Transformation“ sind zwei wichtige Meilensteine geschafft: Die Entwicklung des sogenannten Szenariorahmens für die zukünftige Versorgungsaufgabe und die Untersuchung des bestehenden Netzes in Jena und Pößneck auf seine Wasserstofftauglichkeit.

Das Ergebnis: Generell ist bei den etwa 550 Kilometern erdverlegten Rohrleitungen aus Stahl und Kunststoff eine prinzipielle Wasserstofftauglichkeit zu erwarten. Betrachtet wurden außerdem rund 51.700 weitere Anlagenteile im bestehenden Verteilnetz, beispielsweise Gaszähler, Druckregler oder Absperrarmaturen. Hier zeigte sich, dass nach der geplanten Umstellung auf reinen Wasserstoff etwa 50 Prozent dieser Geräte weitergenutzt werden können. Ausgetauscht bzw. angepasst werden müssten vor allem Gaszähler, Mengenumwerter, einzelne Komponenten der Gas-Druckregelanlagen und vereinzelte Hausdruckregler.

„Die Ergebnisse der Netzanalyse bewerten wir als sehr positiv“, sagte Projektleiter Axel Gumprich aus dem Bereich Strategie der Stadtwerke Jena Netze. „Sie bestätigen uns in unserem Eindruck, dass die Wasserstofftransformation für Jena nicht an unserer technischen Ausstattung scheitern wird. Unsere Netze und Anlagen sind zu einem großen Teil schon jetzt H2-ready.“

Der Plan: Ab 2028 erste größere Industrie- und Gewerbekunden mit Wasserstoff versorgen

Die Ergebnisse der Netzanalyse werden nun in die letzte Etappe des Transformationsprojektes einfließen. Darin werden der technische Anpassungsbedarf und die damit verbundenen Investitionen für die Ertüchtigung des bestehenden Gasnetzes ermittelt und in einen Zeitplan überführt. Das soll bis Sommer 2024 abgeschlossen sein.

In Jena sind die Voraussetzungen zur Nutzung von leitungsgebundenem Wasserstoff äußerst günstig: Das geplante Wasserstoff-Kernnetz verläuft unter anderem entlang der Autobahn A4 und bringt den begehrten Brennstoff bis an die Stadttore heran. Dort soll 2027/2028 eine neue Übernahmestation entstehen und den bis dann verfügbaren Wasserstoff ab 2028 von Süden ins städtische Verteilnetz einspeisen. Da im Norden noch eine weitere Übernahmestation für Erdgas vorhanden ist, können beide Gasnetze (zunächst) parallel weiterbetrieben werden.

Entsprechend planen die Stadtwerke Jena Netze, ab 2028 erste größeren Industrie- und Gewerbekunden mit Wasserstoff zu versorgen. Erste Ankerkunden konnten bereits gewonnen werden. Weitere Unternehmen, die ab 2028 grünen Wasserstoff insbesondere als Prozessgas in der Produktion nutzen wollen, werden gebeten, sich bis Ende Juni bei den Stadtwerken Jena Netze zu melden.

Foto: Stadtwerke Jena Gruppe

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