Vision Verkehswendeplan für die Stadt Jena vorgestellt

Eine Gruppe engagierter Bürger*innen initiiert das Projekt „Vision Verkehrswendeplan Jena“, das am 8. November 2023 startet. Das Projekt soll dazu beitragen, die dringend benötigte Verkehrswende in Jena voranzutreiben und die Stadt zu einem beherzten Handeln in dieser Sache zu bewegen.

Der Jenaer Stadtrat hat sich am 14.07.2021 das Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden. Der Verkehrssektor spielt bei der Umsetzung dieses Ziels eine herausragende Rolle – mehr noch: auch gesundheitliche Risiken, die mit Luftverschmutzung, Lärm und Unfallgefahren einhergehen, können mit einem klimagerechten Verkehr gezielt minimiert werden. Im Klima-Aktionsplan sind im Bereich Mobilität aber nur sehr vage Maßnahmen erkennbar. Die Gruppe „Vision Verkehrswende Jena“ fordert von der Stadt, mit ambitionierten Schritten voranzugehen und diese Aufgabe ernst zu nehmen, damit ein gutes Leben für alle Einwohner*innen Jenas auch in Zukunft möglich ist.

Mit der „Vision Verkehrswendeplan Jena“ sollen Ideen, Probleme und Lösungen aus der Bevölkerung Jenas gesammelt werden, die für ein klimafreundliches Verkehrskonzept dienlich sein können. Hinweise und Vorschläge können per elektronischer Post oder eines Webseiten-Kontaktformulars eingereicht werden. Sie gehen ein in einen visionären Verkehrswendeplan, der in Form einer Karte auf der Webseite www.verkehrswendeplan-jena.de  entstehen wird.

Den Verkehrswendeplan für Jena entwickeln idealerweise Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft: aus den verschiedenen Stadtvierteln,
jung bis alt, egal in welcher Lebenssituation, jegliche Berufe vertretend. Denn jede Person kennt ihre Bedürfnisse und die lokalen Gegebenheiten am besten. In diesem Sinne wird das Projekt auch von der Initiative Innenstadt unterstützt. Dazu Michaela Jahn-Neubert und Kati Cornelia Fischer-Haasis von der Initiative Innenstadt Jena: „Wir, die Initiative Innenstadt Jena, sind davon überzeugt, dass Zukunft nur gemeinsam gestaltet werden kann. Gut konzipierte Fuß- und Radwege, ein attraktiver Nahverkehr und durchdachte Konzepte für Liefer- und Handwerkerverkehr, den Arztbesuch oder die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes sind der Schlüssel, um die Attraktivität der Innenstadt zu erhalten. Wir finden es gut zum Mitdenken und Mitmachen anzuregen, statt nur zu bemängeln. Wir unterstützen dieses Projekt und werden aktiv unsere Mitglieder und Partner auffordern kreative Vorschläge einzureichen. Miteinander reden ist besser, als übereinander reden; das schafft auch gegenseitiges Verständnis.“

Gerade in einer Stadt wie Jena, die durch die Kessellage besonders von der Hitze im Sommer betroffen ist und nur sehr begrenzten Raum für ihre Verkehrsteilnehmenden bietet, sind neue Ideen nötig, damit Jena auch in der Zukunft bewohnbar bleibt. „Mit dem Verkehrswendeplan wollen wir Lust auf eine Stadt schaffen, in der man besser leben kann als jetzt, die aber gleichzeitig ihren Beitrag zur Eindämmung der Klimakrise leistet. Wir haben die Vision von schattigen Orten unter hohen Bäumen, vom Platz für spielende Kinder, für Fußgänger, Fahrradfahrern. Natürlich werden auch Autos fahren, aber nur dort, wo es notwendig ist. Die meisten Wege werden mit einem gut ausgebauten Nahverkehr, mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigt werden. “ so Janka Vogel vom Projekt „Vision Verkehrswendeplan Jena“.

Der letzte bürokratische Rettungsversuch der Staatssicherheit

Journalistischer Text: MASTER-PROMPT Teaser Seite Planungen für den neuen Geheimdienst Ich betrachte diese kurze Notiz vom Dezember 1989 und sehe das Bild von Funktionären vor mir, die inmitten des politischen Sturms noch immer an die Macht der Verwaltung glaubten. Es wirkt fast gespenstisch, wie routiniert über die "Arbeitsfähigkeit" neuer Dienste debattiert wurde, während das Fundament des Staates bereits unaufhaltsam wegbrach. Die Reform sollte das Überleben sichern. Journalistischer Text - Seite Das Ende der Staatssicherheit Am 21. Dezember 1989 meldete der ADN, dass Experten aus Berlin und den Bezirken die Aufteilung des Sicherheitsapparates in einen Verfassungsschutz und einen Nachrichtendienst vorbereiteten. Die Regierung Modrow versuchte mit diesem Schritt, die Strukturen des ehemaligen MfS durch eine organisatorische Trennung in die neue Zeit zu retten und die Dienste schnellstmöglich arbeitsfähig zu machen. Dieses Expertentreffen markierte einen letzten bürokratischen Rettungsversuch in der Endphase der DDR. Die administrative Planung stand jedoch im scharfen Kontrast zur gesellschaftlichen Realität, da der Druck der Bürgerbewegung und des Runden Tisches bereits auf eine vollständige Auflösung aller geheimpolizeilichen Strukturen hinwirkte und die Pläne bald obsolet machte.