Thüringer Buchtage 2023 im Parksaal der Arena Erfurt

Wie vielseitig die Thüringer Verlagslandschaft ist, erleben Besucher der Thüringer Buchtage 2023 in diesem Jahr bereits am 10. und 11. November, jeweils von 10 bis 18 Uhr, im Parksaal der Arena Erfurt (Steigerwaldstadion). Mit ihren Verlagsprogrammen, Neuerscheinungen und der einen oder anderen literarischen Überraschung stellen sich Thüringer Verlage sowie Autorinnen und Autoren vor. An beiden Tagen gibt es stündlich Lesungen in den Bereichen Belletristik, Kinder- und Sachbuch. Der Eintritt ist frei. Am Freitag und Samstag des zweiten Novemberwochenendes laden Thüringer Verlage, Autoren und buchnahe Institutionen Literaturinteressierte ein, sich an beiden Tagen kostenfrei über Neuentwicklungen und Verlagsprogramme zu informieren, ganz unkompliziert mit Verlegern ins Gespräch zu kommen und vor Ort ihr zukünftiges Lieblingsbuch zu erwerben. Kreative Angebote für die ganze Familie sorgen neben stündlichen Lesungen für abwechslungsreiche Inspirationen.

Lesungen und Kreatives am Tag und am Abend
Zahlreiche Veranstaltungen von der Kinderbuchlesung über Lesungen von Romanen, Lyrik und Krimis bis zur Präsentation von Sachbüchern: Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Auch der „geheimnisvolle“ ILLUMAT will vor Ort gefüttert werden, damit er nach den Wünschen der Besucher kleine Grafiken „ausspucken“ kann. Den ersten Messetag der Thüringer Buchtage lässt Mirko Krüger in der Buchhandlung Peterknecht ausklingen. Der Journalist und Buchautor stellt in der Krimi-Wein-Lese am 10.11., ab 19:30 Uhr, mit seinem Buch „Tatort Thüringen – Wahre Verbrechen“ Kriminalfälle von der Goethezeit bis in die Gegenwart vor.

Vorlesewettbewerb
Anlässlich der Thüringer Buchtage treten Schüler und Schülerinnen der 6. Klassen der Gemeinschaftsschule Otto Lilienthal in Erfurt an. Unter der Schirmherrschaft von Tina Beer, Staatssekretärin für Kultur in der Thüringer Staatskanzlei, findet der Vorlesewettbewerb in ganz Thüringen statt.

Veranstalter dieser Thüringer Buchtage sind der Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, das Steigerwaldstadion und die Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt; gefördert durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft.

Über den Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Sachsen, SachsenAnhalt, Thüringen e. V.
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Sachsen, Sachsen Anhalt, Thüringen e. V. mit Sitz in der Buchstadt Leipzig vertritt die Interessen der Verlage und Buchhandlungen in diesen drei Bundesländern. Neben dem Bundesverband mit Sitz in Frankfurt/Main gibt es sechs Landesverbände, die in ihrer Arbeit selbstständig organisiert sind. Zweck des Verbandes ist insbesondere die Wahrung und Förderung der Interessen seiner Mitglieder und ihre Beratung in allen fachlichen, beruflichen und rechtlichen Angelegenheiten, vor allem durch den aktiven Schutz der Preisbindung von Verlagserzeugnissen und des lauteren Wettbewerbs im herstellenden und verbreitenden Buchhandel; der Verkehr mit Behörden und Institutionen, der für die Erfüllung der gestellten Aufgaben notwendig ist, insbesondere auch der Verkehr mit den anderen Landesverbänden des Buchhandels; die Förderung der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und des buchhändlerischen Nachwuchses.

Der Gaukler, der den Minister nicht küssen wollte

MASTER-PROMPT HOOK - Profil Armin Mueller-Stahl und die verweigerte Umarmung der Macht In einer Reihe wartender Menschen steht der Schauspieler, als der Minister für Staatssicherheit auf ihn zutritt und ihn an seine ordensgeschmückte Brust ziehen will. Kurz bevor die Lippen des Politikers sein Gesicht berühren, weicht der Mann mit einem lauten Hinweis auf seinen angeklebten, fusselnden Bart zurück, woraufhin die anwesenden Funktionäre in betretenes Schweigen verfallen. MASTER-PROMPT Teaser JP Die Stille nach dem Scherz Ein Händedruck sollte es sein, doch der Griff an das Revers und die plötzliche, erzwungene körperliche Nähe des Ministers durchbrachen das Protokoll der Ehrung augenblicklich. Manchmal genügt ein einziger, scheinbar harmloser Satz über eine Maskerade, um eine staatlich inszenierte Feierlichkeit in eisiges Schweigen zu verwandeln. Ich sehe in diesem Moment der Weigerung, wie schmal der Grat zwischen dem gefeierten Volksschauspieler und einer unerwünschten Person in einem restriktiven System tatsächlich verlaufen konnte – eine Erfahrung, die den 25. Jahrestag des MfS 1975 prägte. MASTER-PROMPT Teaser Coolis Der Eklat beim Staatssicherheits-Jubiläum Während einer Auszeichnung zum 25. Jahrestag des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin kam es zu einer ungeplanten Interaktion zwischen Erich Mielke und dem Darsteller des Agenten Achim Detjen. Armin Mueller-Stahl verhinderte 1975 den demonstrativen Bruderkuss des Ministers durch eine beiläufige Bemerkung über seinen Bart, was die anwesenden Parteifunktionäre sichtlich irritierte. Diese Episode markierte einen Wendepunkt im Verhältnis des Schauspielers zur DDR-Staatsführung, der später in einem faktischen Berufsverbot und der Ausreise in die Bundesrepublik mündete.