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Karl May in der DDR: Zwischen Verbannung und heimlicher Verehrung

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In einer Gesellschaft, in der Literatur nicht selten als ideologisches Instrument galt, spielte der Schriftsteller Karl May – trotz oder gerade wegen der Zensur – eine überraschend ambivalente Rolle. Trotz der ablehnenden Haltungsgrundsätze der DDR gegenüber scheinbar „trivialer“ Unterhaltung blieb der Mythos um Winnetou und Old Shatterhand lebendig, wenn auch im Verborgenen.

Ein ambivalentes Kulturerbe
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann in der sowjetischen Besatzungszone eine Phase, in der Karl May als „Unperson“ galt. Zwar wurden seine Werke nicht explizit verboten, doch passten sie nicht in das streng reglementierte Kulturprogramm einer sozialistischen Gesellschaft. Während sich offizielle Institutionen und Kulturpolitiker vehement gegen die westliche Abenteuerliteratur stellten, fand der Autor auf inoffiziellen Pfaden und im privaten Kreis seinen heimlichen Kreis von Bewunderern.

Das Ringen um Anerkennung
Ein erster Versuch, Karl Mays Erzählungen einem neuen Publikum zugänglich zu machen, gelang 1958. Der Verlag der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft veröffentlichte eine May-Erzählung in der Jugendreihe, die allerdings bald zum isolierten Einzelfall wurde. Die Reaktionen – von scharfem Tadel in Fachkreisen bis zu hitzigen Debatten in der Literaturszene – zeigten, wie gespalten die Meinung über den „Lügenbold aus Erzgebirge“ war.

Obwohl offizielle Zensur und ideologische Bedenken Karl Mays Ruf beeinträchtigten, konnte sich sein Kult fortsetzen. Altbestände, oft aus Radebeul, wurden zu begehrten Sammlerobjekten. Familien hüteten ihre Exemplare in staubigen Regalen, um bei Gelegenheit ein Stück „freiheitlicher“ Literaturgeschichte zu bewahren.

Unerwartete Renaissance: Von Comics bis Rennpferde
Trotz – oder gerade wegen – der offiziellen Skepsis fanden sich immer wieder kreative Umwege, um den Namen Karl May lebendig zu halten. Die Erfolgsgeschichte der DDR-Comicreihe „Mosaik“ beweist, dass sich das Interesse an der Abenteuerwelt von Winnetou und seinen Gefährten nicht unterdrücken ließ. So dienten gezeichnete Adaptionen der May-Welt als ein lockeres Ventil in einer Zeit strenger ideologischer Vorgaben.

Auch in anderen Bereichen kam es zu amüsanten Begebenheiten: So trug ein Rennpferd in den 1970er Jahren den Namen Winnetou, und selbst Hobbygärtner ließen sich vom Kulturphänomen inspirieren und kreierten essbare Varianten unter diesem Namen. Diese Beispiele zeigen eindrücklich, wie tief Karl Mays Faszination in das Alltagsleben der DDR-Einwohner eingedrungen war.

Wissenschaftliche Neubewertung und offizielle Öffnung
Erst in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre setzte eine schrittweise Wende ein: Offizielle wissenschaftliche Auseinandersetzungen und die erste positive literaturkritische Bewertung durch Experten – exemplarisch zu nennen ist Heiner Plauls Beitrag im Jahre 1979 – legten den Grundstein für eine allmähliche Rehabilitierung des Autors.

Der eigentliche Wendepunkt kam in den frühen 1980er Jahren: Mit verstärkten medientechnischen Aktivitäten im Fernsehen und Hörfunk kam es zu einer heimlichen, aber spürbaren Wiederbelebung der Karl-May-Kultur. Die Öffnung und damit die Liberalisierung der Kulturpolitik gipfelte letztlich in der Wiedererrichtung des Geburtshauses Karl Mays in Hohenstein-Ernstthal, das 1985 als Museum seine Tore öffnete und somit ein dauerhaftes Zeugnis des ambivalenten Erbes des Autors darstellt.

Schatten der Staatssicherheit
Selbst in dieser Phase der Öffnung ließ sich Karl May nicht gänzlich der ideologischen Bevormundung entziehen. Die Stasi, das berüchtigte Ministerium für Staatssicherheit, nahm die Faszination um den Autor zum Anlass, auch die literarische Szene zu überwachen. Spitzel mit Decknamen wie „Karl“, „Harald“ oder „Landgraf“ infiltrierten die Szene, um jeden Hinweis auf unerwünschte Einflüsse im Keim zu ersticken. Diese Überwachung unterstreicht den Grad, in dem selbst die scheinbar unpolitische Literatur der DDR zu einem Spiegelbild der gesellschaftlichen Kontrolle wurde.

Der Weg Karl Mays in der DDR war von Widersprüchen geprägt: Offizieller Verdrängung und ideologischer Ablehnung standen eine tiefe, beinahe subversive Begeisterung und heimliche Verehrung gegenüber. Während die Kulturpolitik der DDR versuchte, den Einfluss westlicher Literatur auf die sozialistische Gesellschaft zu minimieren, bewahrten sich die Bürger – ob durch das Sammeln alter Ausgaben, in Comics oder humorvollen Vergleichen – ein Stück Freiheit und Identität. Heute steht die Geschichte Karl Mays in der DDR als eindrückliches Beispiel für den oft schmalen Grat zwischen staatlicher Ideologie und der unbezähmbaren Kraft der Literatur.

Metallgießerei in der DDR: Ein Blick in die Vergangenheit der Stahlproduktion

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In den 1970er Jahren erlebte die Stahlindustrie der DDR einen bedeutenden technologischen Wandel. Die Metallgießerei, eine der ältesten Fertigungstechniken der Menschheit, war auch damals ein zentraler Bestandteil der industriellen Produktion. Der Prozess, flüssiges Metall in eine vorbereitete Gießform zu gießen, hat sich über Jahrtausende kaum verändert. Doch in der DDR wurde dieser uralte Vorgang durch Mechanisierung und technische Innovationen revolutioniert.

Bereits im antiken Ägypten wurde Metall gegossen, und auch im Feudalismus blieb das Verfahren ein wesentlicher Bestandteil der Produktion. Über Jahrhunderte hinweg wurden Waffen, Schmuck und alltägliche Gebrauchsgegenstände aus Gussstücken hergestellt. Auch im Frühkapitalismus entwickelten sich die Techniken weiter, wie die kunstvoll gestaltete gusseiserne Treppe aus jener Zeit zeigt. Diese Entwicklung setzte sich bis in die industrielle Revolution fort.

In den 1970er Jahren, in einer Stahlgießerei der DDR, lief der Prozess jedoch nicht mehr ausschließlich von Hand. Der Arbeitsalltag der Gießereiarbeiter war von traditioneller Handarbeit geprägt, doch die mechanisierte Produktion hielt Einzug. Maschinen, die das Füllen der Formkästen und das Verdichten des Formsandes übernahmen, erleichterten die körperlich schwere Arbeit. Die Gießereifacharbeiter mussten nicht nur mit den traditionellen Methoden vertraut sein, sondern auch zunehmend die neuen Maschinen bedienen und steuern.

Der Arbeitsablauf in der Stahlgießerei war präzise und methodisch. Zunächst wurde ein Modell des Gussstücks erstellt, das dann in Formsand eingebettet und verdichtet wurde. Nachdem das Modell entfernt wurde, wurde die flüssige Metallmasse in die vorbereitete Form gegossen. Die Schmelze füllte die Gießform, während die Gase durch die Steigeröffnung entweichen konnten. Nach dem Erkalten des Metalls wurde das fertige Gussstück entnommen und bearbeitet.

Ein weiterer technischer Schritt war die Einführung von mechanisierten Fertigungsstrecken. Maschinen übernahmen das Wenden und Zulegen der Formkästen, wodurch die Fertigung effizienter und weniger arbeitsintensiv wurde. Trotz dieser Mechanisierung blieb das Wissen des Gießereifacharbeiters entscheidend. In der Zukunft, so hieß es in der Dokumentation von 1972, sollten Gießereispezialisten vollautomatisierte Fertigungsstraßen überwachen und steuern können.

Die Entwicklungen in der DDR-Metallgießerei waren nicht nur ein Spiegelbild der industriellen Fortschritte der damaligen Zeit, sondern auch ein Indiz für den gesellschaftlichen Wandel. Die Arbeit der Gießereifacharbeiter wurde zunehmend durch Technik unterstützt, doch der Mensch blieb ein zentraler Faktor. Die Verbindung von Tradition und Moderne, Handwerk und Technologie, prägte die metallurgische Landschaft der DDR und zeigte auf, wie sehr die industrielle Fertigung von einem ständigen Wechsel zwischen althergebrachten Methoden und innovativen Ansätzen lebte.

Dieser Blick auf die Stahlgießerei in der DDR verdeutlicht nicht nur die Technologiefortschritte, sondern auch die bedeutende Rolle der Arbeiter in der Umsetzung und Weiterentwicklung dieser Prozesse – eine Rolle, die oft im Schatten der Maschinen steht, aber ohne die Expertise und das Wissen der Fachkräfte nicht denkbar wäre.

Alexanderplatz 1989 – Der letzte Ruf zur Freiheit

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Am 4. November 1989 versammelten sich in der Mitte von Ost-Berlin ca. 500.000 Menschen zum bislang größten, nicht staatlich gelenkten Demonstrationszug in der Geschichte der DDR. Unter dem Titel „Demonstration gegen Gewalt und für verfassungsmäßige Rechte“ forderte das Volk – initiiert vom Neuen Forum und verschiedenen Künstlerverbänden – Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie die Achtung verfassungsmäßiger Rechte.

Ein Meilenstein der friedlichen Revolution
Die Alexanderplatz-Demonstration war ein entscheidender Moment in der Geschichte der DDR. Als erste offiziell genehmigte, aber vom Volk ausgerichtete Demonstration, setzte sie ein kraftvolles Zeichen gegen die jahrzehntelange staatliche Repression. Unter dem wachsamen Auge eines live im DDR-Fernsehen übertragenen Ereignisses zeigte sich, dass der Ruf nach Freiheit und Demokratie nicht länger ignoriert werden konnte.

Der Ablauf und die Route der Demonstration
Der Demonstrationszug startete um 10 Uhr vor dem ADN-Gebäude an der Mollstraße Ecke Prenzlauer Allee. Von dort zog die Menschenmenge über die Karl-Liebknecht-Straße bis zum Palast der Republik, umrundete diesen über den Marx-Engels-Platz und führte schließlich über die Rathausstraße zum Alexanderplatz – dem Ort der dreistündigen Abschlusskundgebung. Die beeindruckende Route spiegelte den entschlossenen Marsch der Bevölkerung wider, die sich von den Fesseln der alten Ordnung befreien wollte.

Stimmen des Aufbruchs
Über 20 Rednerinnen und Redner – darunter namhafte Politiker, Intellektuelle, Künstler und Aktivisten – ergriff das Wort. Unter ihnen waren:

  • Manfred Gerlach und Günter Schabowski als Vertreter der etablierten Ordnung, deren Beiträge immer wieder von Sprechchören und Pfeifkonzerten unterbrochen wurden.
  • Friedrich Schorlemmer, Theologe und Pfarrer, der mit eindringlichen Appellen zu Solidarität und Toleranz aufrief.
  • Gregor Gysi, Rechtsanwalt, Lothar Bisky, Hochschulrektor, Christoph Hein und Stefan Heym als Vertreter des intellektuellen Widerstands.
  • Christa Wolf, Heiner Müller und Jens Reich vom Neuen Forum, die den kulturellen und politischen Wandel mitgestalteten.
  • Vertreter der Initiative Frieden und Menschenrechte wie Marianne Birthler sowie Schauspieler wie Steffie Spira, Ulrich Mühe und Jan Josef Liefers.
  • Auch Liedermacher wie Kurt Demmler und Gerhard Schöne sorgten für musikalische Untermalung.

Besonders bemerkenswert war, dass Angehörige der Volkspolizei kaum sichtbar blieben. Freiwillige Ordner, gekennzeichnet durch farbige Schärpen mit der Aufschrift „Keine Gewalt“, übernahmen diese Rolle, während die Ost-Berliner Grenztruppen in erhöhter Alarmbereitschaft waren – ein Spiegelbild der Furcht der DDR-Führung vor einem möglichen Durchbruch der Demonstranten zur Berliner Mauer.

Ein bleibendes Erbe
Die Alexanderplatz-Demonstration markierte einen Wendepunkt in der DDR. Sie bewies, dass echte politische Veränderung von unten kommen kann – durch den gemeinsamen, friedlichen Widerstand einer Bevölkerung, die genug von staatlicher Unterdrückung und Repression hatte. Der unerschütterliche Ruf nach Freiheit, wie er an diesem Tag laut wurde, trug maßgeblich dazu bei, den Weg für den Mauerfall und den Beginn eines neuen Kapitels in der deutschen Geschichte zu ebnen.

Heute, mehr als drei Jahrzehnte später, erinnert uns der Geist dieses Tages daran, wie wichtig es ist, für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte einzustehen. Die Ereignisse am Alexanderplatz sind ein Mahnmal für die Kraft des friedlichen Protests und für die unerschütterliche Überzeugung, dass der Wille des Volkes letztlich jede autoritäre Macht überwinden kann.

Feuer, Form und Fortschritt – Alltag in der DDR-Gießerei 1972

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In den Stahlgießereien der DDR formten Arbeiter nicht nur Metall – sie prägten auch das Selbstverständnis des sozialistischen Produktionsalltags. Ein Rückblick auf eine vergangene Arbeitswelt, die auf Wissen, Disziplin und Gemeinschaft setzte.

Der Geruch von heißem Metall, das rhythmische Stampfen der Verdichtungsmaschinen und die konzentrierten Bewegungen der Former – in einer DDR-Gießerei im Jahr 1972 herrschte ein Takt aus Präzision, Kraft und kollektivem Bewusstsein. Metallgießen, eines der ältesten Urformverfahren der Menschheit, war in der Deutschen Demokratischen Republik nicht nur ein technischer Prozess, sondern ein Symbol für die Verbindung von Tradition und sozialistischer Industriepolitik.

In einem Filmbeitrag aus jenem Jahr wird der gesamte Ablauf der Herstellung eines Gussteils – konkret einer Flanschbuchse – dokumentiert. Vom hölzernen Modellbau über das Einformen in Sandkästen bis zum Gussvorgang selbst entfaltet sich ein minutiös geplanter Arbeitsprozess, bei dem menschliches Geschick und maschinelle Unterstützung Hand in Hand gehen. Dabei wird deutlich: Auch wenn sich das Grundprinzip des Gießens seit Tausenden von Jahren nicht verändert hat, so strebte die DDR-Wirtschaft nach stetiger Verbesserung – und nach der umfassenden Mechanisierung der Produktion.

Die Stahlgießerei war ein Ort, an dem der „Gießereifacharbeiter“ nicht nur seine körperliche Belastbarkeit unter Beweis stellen musste, sondern auch technisches Verständnis und Präzision. Schon in den 1970er-Jahren zeichnete sich der Übergang zur automatisierten Fertigung ab: Maschinen übernahmen immer mehr Schritte – von der Sandverdichtung bis zum Wenden der Formkästen. Dennoch blieb das Know-how der Facharbeiter unverzichtbar. Der Film betont: „An das Wissen des Gießereifacharbeiters müssen jedoch immer höhere Anforderungen gestellt werden.“

Im Einklang mit der sozialistischen Ideologie der Zeit wird nicht nur die Technik, sondern auch der Mensch in den Mittelpunkt gestellt – als Träger des Fortschritts. Der Arbeitsplatz in der Gießerei war hart, aber er bedeutete auch Stolz, Verantwortung und Teilhabe am Aufbau des Sozialismus. Die Dokumentation schließt mit einem optimistischen Blick in die Zukunft: Gießereispezialisten sollen bald saubere, vollautomatisierte Fertigungsstraßen „mit wenigen Handgriffen vom Schaltpult aus steuern und überwachen“.

Heute wirkt diese Vision wie ein Echo aus einer untergegangenen Welt. Doch der Blick zurück zeigt nicht nur die Entwicklung der Technik – er erinnert auch an eine Zeit, in der Arbeit und Ideologie eng verwoben waren. In den glühenden Formen der Gießerei spiegelte sich mehr als nur geschmolzenes Metall: Sie standen für einen gesellschaftlichen Entwurf, der Arbeit als Motor der Geschichte verstand.

Tarifabschluss im öffentlichen Dienst: Kommunen schlagen Alarm

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Berlin. Der Tarifkompromiss für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen sorgt für scharfe Kritik aus den Reihen der kommunalen Spitzenverbände. Besonders die Landkreise sehen sich durch die finanziellen Folgen des Abschlusses erheblich belastet. Der Präsident des Deutschen Landkreistages (DLT), Landrat Dr. Achim Brötel, spricht von einem „schmerzhaften Kompromiss“, der die Kommunalhaushalte an den Rand der Belastbarkeit bringe.

„Die Kommunen, die wesentlich mehr Beschäftigte als der Bund haben, müssen den Löwenanteil dieses Abschlusses schultern“, so Brötel. Allein für die Tarifbeschäftigten entstünden dauerhaft jährliche Mehrkosten von bis zu 10,6 Milliarden Euro. Sollte der Abschluss auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden, könnten die Kosten noch deutlich steigen.

Brötel zeichnet ein dramatisches Bild der finanziellen Lage vieler Kommunen. „Man kann ohne Übertreibung sagen: Die Hütte brennt, und zwar lichterloh. Überall sind momentan die Haushalte im freien Fall.“ Vor diesem Hintergrund hält er den Tarifabschluss für nicht tragbar. „So etwas überschreitet die kommunale Schmerzgrenze.“

Obwohl die ursprünglichen Forderungen der Gewerkschaften ver.di und dbb beamtenbund und tarifunion nach Ansicht Brötels noch deutlich höher ausgefallen seien, ändere das nichts an der grundsätzlichen Problematik: „Wir können uns diesen Abschluss im Grunde nicht leisten. Er vertieft unsere bestehenden Probleme nur weiter.“

Besonders kritisch sieht der DLT-Präsident auch den vereinbarten zusätzlichen Urlaubstag. Angesichts des bestehenden Fachkräftemangels im öffentlichen Dienst sei dieser kaum zu kompensieren.

Die Gewerkschaften hingegen begrüßen den Abschluss als notwendigen Ausgleich für die Belastungen durch Inflation und gestiegene Lebenshaltungskosten. Für die Beschäftigten bedeutet die Einigung unter anderem eine spürbare Einkommenserhöhung sowie soziale Komponenten wie Einmalzahlungen und Sonderurlaub.

Die Debatte um die Finanzierung bleibt jedoch offen. Viele Kommunen stehen bereits vor der Aufgabe, Pflichtaufgaben zu sichern und gleichzeitig Investitionen in Schulen, Infrastruktur und soziale Leistungen nicht gänzlich zurückzufahren. Brötel mahnt: „Wieder einmal interessiert es niemand, wie das alles noch bezahlt werden soll.“

Steuerstreit, Hungerstreik und Polizeieinsatz – Die PDS im Ausnahmezustand

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Ein bizarrer Mix aus politischem Protest, staatlicher Härte und medienwirksamer Inszenierung: Die PDS, Nachfolgepartei der SED, sieht sich mit einem Steuerbescheid in Millionenhöhe konfrontiert – und greift zu drastischen Mitteln. Parteichef Gregor Gysi und mehrere Mitstreiter treten in den Hungerstreik. Der Staat reagiert prompt – mit einem polizeilichen Räumungseinsatz, der Fragen zur Verhältnismäßigkeit aufwirft.

Der Auslöser: Ein umstrittener Steuerbescheid
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht ein Steuerbescheid des Berliner Finanzamts: 67.440.142 D-Mark soll die Partei zahlen – laut Gysi eine willkürliche und politisch motivierte Forderung. Der Bescheid bezieht sich offenbar auf rückwirkende Steuerforderungen aus dem Jahr 1990, das Jahr der deutschen Einheit. Experten äußern Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit der Maßnahme, auch die Treuhandanstalt und gerichtliche Stellungnahmen äußern Skepsis.

„Wenn ich erst von drei Millionen rede und dann plötzlich 67 Millionen fordere – da stimmt doch was nicht“, kritisierte Gysi in einer öffentlichen Erklärung. Er sieht in dem Vorgehen eine gezielte Attacke auf die Existenz der Partei.

Protest im Parteibüro: Hungerstreik als politische Waffe
Als Reaktion auf die Forderung trat die Parteiführung in einen kollektiven Hungerstreik. In den Räumen der Parteiprüfungskommission verweigerten sieben PDS-Mitglieder – darunter Gysi – demonstrativ die Nahrungsaufnahme. Es sollte ein Zeichen des Widerstands sein, eine Mahnung an die Öffentlichkeit. Doch die Inszenierung wurde vom Staat nicht unbeantwortet gelassen.

Polizeiliche Räumung eskaliert
In der Nacht kam es zur Eskalation. PDS-Mitglieder versuchten, die Räume der PDS-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus zu besetzen. Die Polizei griff ein – mit einem massiven Aufgebot. Der Zugang wurde blockiert, Mannschaftswagen fuhren auf, ein Kamerateam von SPIEGEL TV wurde bei der Räumung grob behandelt. Eine Kamera wurde dabei erheblich beschädigt – ein Vorgang, der Erinnerungen an autoritäre Regime wachrief.

„In Sachen Pressefreiheit hat man viel von der DDR gelernt“, kommentierte ein Reporter sarkastisch. Die Polizei hingegen sprach von einem „ordnungsgemäßen Einsatz“ und bestritt den Einsatz von Gewalt – trotz gegenteiliger Bildaufnahmen.

Der Kampf geht weiter – auf der Theaterbühne
Nach der Räumung verlagerte die PDS ihren Protest in ein Theater – der Intendant zeigte sich solidarisch. „Kunst kennt leere Mägen“, hieß es. Zwischen Klappbetten und Kissenverteilung ging der Kampf ums politische Überleben weiter. Unterdessen hatte das Finanzamt bereits erste drei Millionen D-Mark vom Parteikonto gepfändet – eine klare Ansage.

Politisches Drama mit offenem Ausgang
Der Fall zeigt: Die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit und der Umgang mit dem Erbe der SED ist auch 35 Jahre nach der Wende ein politisch explosives Thema. Die PDS fühlt sich verfolgt, der Staat beruft sich auf Recht und Gesetz – und mittendrin ein Protest, der zwischen Ernst und politischem Theater schwankt. Wie dieser Konflikt ausgeht, bleibt abzuwarten – sicher ist nur: Die Fronten sind verhärtet.

Zwischen Tradition und Innovation – Dessau im Wandel der Zeiten

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Im Jahr 1990 erlebte Dessau einen tiefgreifenden Wandel, der die Stadt und ihre Menschen nachhaltig prägte. Die traditionsreiche Wiege des Bauhauses stand im Spannungsfeld zwischen einem bewahrten kulturellen Erbe und den Herausforderungen eines sich neu formierenden gesellschaftlichen Zeitalters. Politische Umbrüche und die Öffnung zu neuen Perspektiven ließen alte Strukturen bröckeln, sodass ein dynamischer Transformationsprozess in Gang gesetzt wurde. Historische Industriebauten, prächtige Bauhausarchitektur und gewachsene Stadtbilder bildeten den Nährboden für innovative Ideen und kreative Neugestaltungen.

Die Bürger Dessaus, geformt von einer bewegten Vergangenheit und dem Drang nach Fortschritt, ergriffen die Chance, ihre Stadt neu zu definieren. Zahlreiche Initiativen zielten darauf ab, das kulturelle Erbe zu bewahren und zugleich moderne Impulse zu setzen. Künstler, Architekten und engagierte Bürger fanden in diesem Wandel Gemeinschaft und Inspiration, während sie an einem zukunftsweisenden Stadtbild arbeiteten. Restaurierungen und Neubauten gingen Hand in Hand und schufen einen Ort, an dem Tradition und Moderne in einem lebendigen Dialog standen.

Gleichzeitig veränderten sich die sozialen Strukturen. Junge Menschen und innovative Denker strömten in Dessau, brachten frischen Wind und neue Visionen mit. In einem Klima des respektvollen Miteinanders konnten sie sich künstlerisch und intellektuell entfalten, wobei der Blick auf die Vergangenheit nie verloren ging. Die Entwicklungen von 1990 machten Dessau zu einem Symbol für Erneuerung und kulturelle Vielfalt – einer Stadt, in der altes Erbe und zukunftsorientierte Dynamik harmonisch miteinander verbunden wurden. Dieser Geist der Transformation hinterließ einen bleibenden Eindruck, der in den Straßen und Fassaden Dessaus bis heute spürbar ist.

Ein Jahr LNG-Terminal Rügen: Fossile Sackgasse statt Energiesicherheit

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Vor einem Jahr wurde das Flüssigerdgas-Terminal im Hafen Mukran genehmigt. Heute zeigt sich: Der Beitrag zur Energiesicherheit ist gering, der Schaden für Umwelt und Küstenregion erheblich. Die Deutsche Umwelthilfe fordert ein Ende des Projekts.

Als im Frühjahr 2024 der Startschuss für das LNG-Terminal im Hafen von Mukran auf Rügen fiel, ging es um nichts Geringeres als nationale Energiesouveränität. Ein rascher Aufbau alternativer Gasinfrastruktur galt in Berlin als Antwort auf die geopolitische Krise und den Wegfall russischer Importe. Die Genehmigung in Rekordzeit wurde politisch gefeiert – die Kritik an Umweltrisiken und mangelnder Bedarfslage dagegen als Nebengeräusche abgetan.

Ein Jahr später zieht die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Bilanz – und die fällt verheerend aus.

Ein Terminal ohne Last
Gerade einmal 1,3 Milliarden Kubikmeter Gas wurden 2024 über Mukran eingespeist – das entspricht rund 1,5 Prozent des deutschen Verbrauchs. Im ersten Quartal 2025 ist die Auslastung laut DUH weiter gesunken: auf fünf Prozent, bezogen auf die technische Kapazität. Der Betreiber Deutsche Regas hat bereits eines der beiden Terminalschiffe zurückgegeben. Statt Gas nach Deutschland zu bringen, wird zunehmend exportiert – LNG, umgeschlagen für den internationalen Markt.

„Das Terminal hat nie einen relevanten Beitrag zur Versorgungssicherheit geleistet“, sagt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH. „Es ist eine Fehlinvestition mit Ansage.“

Versprechen gebrochen, Natur beschädigt
Die Kritik der Umweltschützer ist vielschichtig: Der Bau habe sensible Meeresgebiete zerstört – mit Auswirkungen auf bedrohte Arten wie Schweinswale, Kegelrobben und Heringe. Lärmbelastung, Luft- und Wasserverschmutzung beeinträchtigten das Leben auf der Insel. Der versprochene Landstromanschluss, der Emissionen hätte reduzieren können, wurde laut DUH inzwischen abgesagt. Auch das politische Bekenntnis, kein Fracking-Gas zu importieren, sei gebrochen worden: In Mukran komme fast ausschließlich Gas aus US-amerikanischer Förderung an.

Nicht nur ökologische, auch soziale und wirtschaftliche Versprechen seien uneingelöst geblieben. Ein nachhaltiger Ausbau des Hafens oder neue Arbeitsplätze? Fehlanzeige. Vielmehr leidet der Tourismus – eine der wichtigsten Einnahmequellen der Region – unter der Präsenz des Terminals.

Ein Projekt seiner Zeit – oder aus der Zeit gefallen?
Die Deutsche Regas weist die Vorwürfe zurück und verweist auf die energiepolitische Notwendigkeit bei Projektstart. Doch die Realität auf dem Energiemarkt hat sich gewandelt: Gaspreise sind stabilisiert, Speicher gut gefüllt, neue Lieferwege etabliert. Die Frage steht im Raum, ob Mukran nicht längst überflüssig geworden ist – ein Relikt aus einer Phase hektischer Beschaffungspolitik.

Constantin Zerger, Energieexperte der DUH, sieht im Terminal vielmehr ein „Symbol fossiler Fehlentscheidungen“. Mukran solle nun gar zu einem internationalen Umschlagplatz für Fracking-Gas werden – ein Schritt, der laut Zerger „die Klimakrise weiter befeuert und den ursprünglichen Zweck des Projekts endgültig konterkariert“.

Der Ruf nach einem Schlussstrich
Die DUH fordert die Bundesregierung und das Land Mecklenburg-Vorpommern nun auf, Konsequenzen zu ziehen: Das Projekt solle gestoppt und vollständig rückabgewickelt werden. Für viele auf Rügen, aber auch in der klimapolitischen Debatte, steht das Terminal inzwischen sinnbildlich für ein Dilemma: den Versuch, mit alten Mitteln neue Krisen zu lösen – und dabei neue Probleme zu schaffen.

Ob Mukran zum Mahnmal oder zum Modellfall einer Rückbesinnung auf langfristige, nachhaltige Energiepolitik wird, bleibt offen. Klar ist jedoch: Die Diskussion um die Zukunft fossiler Infrastruktur ist längst noch nicht beendet.

Der stille Widerstand in der DDR: Die Bau – oder Spatensoldaten

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In den dunklen Jahren der Deutschen Demokratischen Republik, als der Staat absolute Loyalität forderte und Abweichungen vom offiziellen Kurs unerbittlich bestraft wurden, gab es eine besondere Gruppe von Soldaten, die heimlich gegen das System opponierten – die sogenannten Spatensoldaten.

Die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht im Jahr 1962 hinterließ zunächst kaum Wahlmöglichkeiten. Wer sich weigerte, den Dienst mit der Waffe anzutreten, musste mit bis zu fünf Jahren Gefängnis rechnen. Angesichts dieser drakonischen Maßstäbe und beeinflusst von der Stimme der Evangelischen Kirche, die ein ziviles Pendant zum militärischen Dienst forderte, änderte sich im Sommer 1964 überraschend das Bild: Soldaten, die den Waffendienst ablehnten, fanden eine alternative Form des Dienstes – den Bau- oder Bausoldatendienst.

Unter diesem System trugen sie zwar weiterhin die Uniform der Nationalen Volksarmee (NVA), doch statt den Tod zu bringen, hielten sie Werkzeuge in der Hand. Mit einem goldenen Spaten auf der Schulterklappe als einziges Erkennungszeichen wurden sie zu einem stillen, aber eindrucksvollen Symbol des zivilen Ungehorsams. Anders als ihre bewaffneten Kameraden leisteten sie ihren Dienst auf Baustellen und in den oft unwirtlichen Bereichen der DDR-Wirtschaft – vom Tagebau über die chemische Industrie bis hin zu aufwendigen Bauprojekten wie dem Fährhafen Mukran.

Die Lebensrealität der Spatensoldaten war geprägt von harter körperlicher Arbeit und dem täglichen Drill einer militärischen Hierarchie, in der sie trotz ihres Gewissensentscheids mit Willkür und Schikane zu kämpfen hatten. Bereits bei der Musterung wurden sie Opfer von Auseinandersetzungen mit der Militärgewalt, und auch der Treueschwur blieb ein ständiges Konfliktfeld. Viele weigerten sich aus moralischen und religiösen Überzeugungen, die geforderte Loyalität zur DDR zu bekunden – ein riskanter Schritt, der oft mit Gefängnisstrafen geahndet wurde.

Dabei blieb ihr Widerstand keineswegs unbemerkt. Die Staatssicherheit (MfS) überwachte die Bausoldaten von Beginn an mit allen verfügbaren Mitteln. Es gelang der MfS jedoch kaum, in diese Gruppe Spitzel zu rekrutieren – vielmehr waren es umfangreiche Abhörmaßnahmen, die Einblicke in die prekären Lebensbedingungen und den subtilen Widerstand innerhalb der Reihen ermöglichten.

Erst mit dem wachsenden politischen Druck in den Jahren vor der Wende und dem Umbruch im Herbst 1989 begann sich die Situation zu wandeln. In Dresden wurden Bausoldaten bereits im Oktober 1989 in Krankenhäusern eingesetzt, und ein Filmteam durfte erstmals einen Einblick in ihren neuen „zivilen“ Dienst gewinnen. Der entscheidende Schritt kam dann am 20. Februar 1990, als die Volkskammer das lang erkämpfte Zivildienstgesetz verabschiedete – ein Wendepunkt, der den Spatensoldaten eine offizielle Anerkennung ihres Gewissensakts bescherte.

Die Geschichte dieser Soldaten ist mehr als ein kurioses Kapitel militärischer Geschichte. Sie steht exemplarisch für den Mut einzelner, „Nein“ zu sagen in einem System, das bedingungslose Treue verlangte. Trotz der harten Bedingungen und der ständigen Überwachung bewiesen sie Zivilcourage – ein stiller Protest, der die Widersprüche eines repressiven Staates offenlegte.

Heute erinnern die Spatensoldaten daran, dass selbst in den dunkelsten Zeiten der Mensch das Recht auf individuelle Überzeugung bewahren und für den Frieden einstehen kann. Ihre Geschichte bleibt ein eindrucksvolles Zeugnis der Kraft des Gewissens und ein Mahnmal für die Freiheit des Denkens und Handelns in Zeiten staatlicher Repression.

Neuer Aufbruch am Alexanderplatz – Stefan Heym ruft zum Wandel auf

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Am 4. November 1989 bebte der Alexanderplatz in Ost-Berlin. Vor einer riesigen Menschenmenge trat der Schriftsteller und politische Aktivist Stefan Heym ans Rednerpult. In einer Rede, die den Geist des Umbruchs in den letzten Jahren widerspiegelte, appellierte Heym an die Bürger, endlich selbst die Macht in die Hand zu nehmen.

Die Rede als Symbol des Widerstands
Heym eröffnete seinen Vortrag mit der eindringlichen Feststellung: „Es spricht jetzt zu Ihnen der Nestor unserer Bewegung.“ Damit machte er deutlich, dass die Stunde des passiven Wartens vorbei sei. Er beschrieb die langjährige Stagnation in allen Bereichen des öffentlichen Lebens – in der Politik, der Wirtschaft und im kulturellen Bereich. Die Rede war ein eindrucksvoller Appell gegen die tief verwurzelte Bürokratie, die in der DDR das öffentliche Leben erstickte.

Freiheit, Demokratie und ein neuer Sozialismus
Der Schriftsteller wandte sich direkt an das Publikum: „Heute ihr, die ihr euch aus eigenem freien Willen versammelt habt – für Freiheit und Demokratie und für einen Sozialismus, der des Namens wert ist.“ Heym betonte, dass echter Sozialismus nicht in der autoritären Herrschaft einzelner oder weniger Gruppen bestehen könne. Vielmehr müsse die Macht vom Volk ausgehen und unter ständiger Kontrolle der Bürger bleiben. Seine Worte, „Schluss. Ändern. Wir sind das Volk“, sollten den Menschen Mut machen, sich aktiv an der politischen Gestaltung des eigenen Lebens zu beteiligen.

Ein Aufruf zur Selbstbestimmung
Während viele in der Vergangenheit resigniert ihre Klagen vorbrachten, forderte Heym nun tatkräftigen Widerstand gegen das etablierte System. Er erinnerte daran, dass in den vergangenen Jahren viele Versuche, sich zu erheben, gescheitert seien – ob unter dem Kaiser, den Nazis oder in späteren politischen Systemen. Jetzt aber, so seine Überzeugung, sei es an der Zeit, nicht nur aufzustehen, sondern auch zu lernen, wie man regiert. „Lasst uns auch lernen zu regieren“, so sein eindringlicher Appell.

Die Bedeutung der Rede im historischen Kontext
Die Rede von Stefan Heym am Alexanderplatz fiel in eine Zeit tiefgreifender politischer Umbrüche. Sie war Ausdruck der Hoffnung, dass das Ende einer Ära der Unterdrückung nicht nur ein Bruch mit der Vergangenheit, sondern auch der Beginn eines neuen, demokratischeren Sozialismus sein könnte. Heyms Worte spiegeln das Bedürfnis wider, Macht transparent und gemeinschaftlich auszuüben – ein Ideal, das heute genauso relevant erscheint wie damals.

Ein Vermächtnis für die Zukunft
Die Rede am 4. November 1989 bleibt ein Zeugnis des Mutes und der Überzeugung. Sie mahnt dazu, sich nicht in Resignation zu verlieren, sondern aktiv an der Gestaltung der eigenen Zukunft mitzuwirken. Stefan Heym hat damit einen bleibenden Eindruck hinterlassen – als Sprachrohr des Wandels und als Mahner, dass Macht immer im Dienst des Volkes stehen muss.

Diese eindringlichen Worte, gesprochen an einem historischen Wendepunkt, erinnern uns daran, wie wichtig es ist, für Freiheit, Demokratie und eine gerechte Gesellschaft einzustehen – Werte, die auch in der heutigen Zeit nicht an Bedeutung verloren haben.