Rhöner Hexenpfad als Deutschlands schönster Wanderweg nominiert – JETZT ABSTIMMEN!

Traumhafte Aussichten, unberührte Landschaft und jede Menge zu entdecken: Der Naturerlebnispfad „Hexenpfad“ zählt als zertifizierter Wanderweg zweifelsohne zu den vielseitigsten Wanderrouten der Thüringischen Rhön. 2024 hat der familienfreundliche Rundweg nun beste Chancen, Deutschlands schönster Wanderweg zu werden. Eine Expertenjury wählte den Pfad in der Kategorie „Tagestouren“ unter die Top 15 der gesamten Bundesrepublik.

Der Hexenpfad beginnt am Schullandheim Fischbach/Kaltennordheim und verbindet die vulkanisch geformten Berge Kolben und Umpfen. Wer den Hexenpfad läuft, wird mehr zum Namensgeber erfahren – dem Tagfalter Chazara briseis, genannt Berghexe. Auf einer Strecke von rund 5,8 Kilometern vereint der Rundweg faszinierende Landschaften und malerische Aussichten in unberührter Natur mit Spiel und Spaß sowie erlebnis- und lehrreichen Begegnungen mit der Pflanzen- und Tierwelt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Verschiedene Stationen mit Informationstafeln sind spielerisch angelegt. Auch können Kinder zum Beispiel an einer Kletterstation oder einem Wasserspielplatz spielen und toben. Ein idyllischer Rastplatz unter alten Linden lädt zu einem Päuschen ein.

Highlights: Aussichtspunkte mit Hexenfigur sowie kleinen und großen Rätsel- und Infotafeln | Butzen (Baumhäuser mit Himmelsblick) | uralter Buchenwald | kleiner Wasserfall | Streuobstwiese | Kletterstation | Schullandheim mit Naturspielplatz und Lamas & Alpakas

JETZT ABSTIMMEN

Die endgültige Entscheidung, welcher Weg den Titel „Deutschlands schönster Wanderweg 2024“ erhält, trifft das Wanderpublikum. Die Abstimmung erfolgt online unter dem Link www.wandermagazin.de/wahlstudio und ist noch bis zum 30. Juni 2024 geöffnet.

Weitere Infos zum Rhöner Hexenpfad sind zu finden unter: https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/wissen/lehr-und-naturpfade/hexenpfad-bei-fischbach

Die Thüringische Rhön ist eine landschaftlich reizvolle Region im Westen Thüringens, die Teil des größeren Mittelgebirges Rhön ist, das sich über die Bundesländer Thüringen, Hessen und Bayern erstreckt. Die Thüringische Rhön ist bekannt für ihre sanften Hügel, ausgedehnten Wälder, artenreichen Wiesen und idyllischen Dörfer. Sie ist ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber, Wanderer und Erholungssuchende.

Grabowsee: Vom Tuberkulose-Sanatorium zum sowjetischen Militärlazarett

Die Heilstätte Grabowsee als Spiegel der Systembrüche des 20. Jahrhunderts HOOK: Über 47 Jahre lang war die Heilstätte Grabowsee ein hermetisch abgeriegeltes Areal. Die Geschichte des Ortes erzählt exemplarisch von der Transformation medizinischer Einrichtungen durch politische Systeme und dem schwierigen Erbe der Besatzungszeit. BLOG-TEXT: Die architektonische Anlage am Grabowsee bei Oranienburg gilt als ein bedeutendes Zeugnis der Medizingeschichte. Gegründet 1896 vom Deutschen Roten Kreuz, war sie eine Antwort auf die Tuberkulose-Epidemie der Industrialisierung. Die Pavillonbauweise ermöglichte eine strikte Trennung der Patienten und maximale Frischluftzufuhr. Doch die ursprüngliche humanitäre Ausrichtung der Volksheilstätte wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts mehrfach überschrieben. Nach der Nutzung als Wehrmachtslazarett übernahmen 1945 die sowjetischen Streitkräfte das Gelände. Diese Zäsur prägte den Ort nachhaltiger als jede vorangegangene Epoche. Bis zum Truppenabzug 1992 blieb Grabowsee eine sowjetische Insel inmitten der DDR. Die strengen Sicherheitsvorkehrungen und die absolute Isolation schufen eine Distanz zwischen den Besatzern und der lokalen Bevölkerung, die symptomatisch für viele sowjetische Liegenschaften in Ostdeutschland war. Während im Inneren ein russischsprachiger Alltag mit eigener Versorgung und Kultur stattfand, blieben die Vorgänge für Außenstehende undurchsichtig. Deutsche Angestellte, die als Hilfskräfte tätig waren, berichteten von einer strengen Hierarchie und einem strikten Redeverbot über interne Abläufe. Nach 1992 hinterließen die abziehenden Truppen nicht nur leerstehende Gebäude, sondern auch kulturelle Spuren wie Wandmalereien und Propaganda, die sich heute mit dem verfallenden Jugendstil mischen. Dieser Palimpsest der Geschichte macht den besonderen Reiz, aber auch die Schwierigkeit des Ortes aus. Der heutige Zustand ist geprägt von Vandalismus und natürlichem Verfall. Die Debatte um die Zukunft von Grabowsee verdeutlicht das generelle Problem im Umgang mit solchen Konversionsflächen: Die immensen Sanierungskosten stehen oft in keinem Verhältnis zur wirtschaftlichen Nutzbarkeit in ländlichen Regionen. So bleibt Grabowsee vorerst ein Ort, an dem die Geschichte des 20. Jahrhunderts in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit physisch greifbar bleibt – vom sozialen Aufbruch der Kaiserzeit über die Kriege bis hin zur langen Phase der sowjetischen Präsenz in Ostdeutschland. https://www.facebook.com/arnepetrich/posts/pfbid037du4beewjMdW4L62hZrBqs6yaYpDizyGAdkr6dm9yY9bfKV8hvq7YAhUWK5dL4DQl