Dein Sommer im UNISPORT Jena – Deine UNISPORT Woche

Jena. Die traditionelle UNISPORT Woche findet auch in diesem Jahr statt und hat für alle Sportbegeisterten in Jena eine Menge zu bieten! Vom 03.-07. Juni erwarten Sportinteressierte im Universitätssportzentrum (USZ) in der Oberaue 1 verschiedene sportliche Highlights und eine Menge Spaß!

Mit dem Sportprogramm in der UNISPORT Woche hat der UNISPORT Jena eine bunte Mischung aus sportlichen Veranstaltungen kreiert, um die Lust auf gemeinsame Bewegung und sportliche Aktivitäten bei jeder und jedem zu wecken. Von Montag bis Freitag kann eine große Auswahl an Sportkursen in dem Universitätssportzentrum von 16 bis 23 Uhr frei besucht werden. Zudem stellt der UNISPORT für alle Fitnessbegeisterten im Rahmen der Open Gym Woche die beiden Outdoorfitness Anlagen sowie den Indoor-Fitnessbereich im USZ zur kostenlosen Nutzung bereit.

Unimeisterschaften im Tennis am Montag
Zusätzlich zu den Schnupperangeboten bereitet das UNISPORT Team wie jedes Jahr aufregende sportliche Event-Highlights vor. Beispielsweise die Unimeisterschaften im Tennis, welche am Montag von 12 bis 22 Uhr ausgetragen werden.

Full Body Workout & Zumba Party am Dienstag
Am Dienstag können alle Teilnehmenden richtig Gas geben und sich beim Full Body Workout (18-19 Uhr) auspowern oder ordentlich Spaß bei der heißbegehrten Zumba Party (19-21 Uhr) haben.

Summer Dance Festival am Mittwoch
Für alle Tanzbegeisterten hat das Tanzteam am Mittwoch (19-23 Uhr) das Summer Dance Festival im Programm dabei. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwarten zahlreiche Choreografien aus verschiedenen Tanzrichtungen u.a. K-Pop, Burlesque, Rock’n’Roll, und viele mehr!

Bootshausfest und Yoga am Donnerstag
Das Programm geht mit dem Bootshausfest am Donnerstag weiter. Dabei dreht sich alles um das Thema Wassersport! Man kann unter
professioneller Anleitung Kanufahren, Rudern und Stand Up Paddling ausprobieren. Des Weiteren gibt es neben der obligatorischen Cocktailbar auch wieder Gegrilltes und Getränke sowie die Möglichkeit verschiedene Spiele in bester Gesellschaft auszuprobieren.

Für die Yogis und Yoginis in Jena organisiert der UNISPORT jährlich die Yoga Paradies Reihe. Als Teil der UNISPORT Woche wird es am Abend
von 18-19:30 Uhr dynamisch, denn es findet ein schwung- und kraftvolles Vinyasa Yoga statt, mit dem man die Woche ausklingen lassen und gleichzeitig ordentlich Kraft für das bevorstehende Wochenende tanken kann.

Mehr Informationen zum Programm sind auf der Hochschulsport Webseite zu finden: https://www.hochschulsport.uni-jena.de/unisportwoche

Grabowsee: Vom Tuberkulose-Sanatorium zum sowjetischen Militärlazarett

Die Heilstätte Grabowsee als Spiegel der Systembrüche des 20. Jahrhunderts HOOK: Über 47 Jahre lang war die Heilstätte Grabowsee ein hermetisch abgeriegeltes Areal. Die Geschichte des Ortes erzählt exemplarisch von der Transformation medizinischer Einrichtungen durch politische Systeme und dem schwierigen Erbe der Besatzungszeit. BLOG-TEXT: Die architektonische Anlage am Grabowsee bei Oranienburg gilt als ein bedeutendes Zeugnis der Medizingeschichte. Gegründet 1896 vom Deutschen Roten Kreuz, war sie eine Antwort auf die Tuberkulose-Epidemie der Industrialisierung. Die Pavillonbauweise ermöglichte eine strikte Trennung der Patienten und maximale Frischluftzufuhr. Doch die ursprüngliche humanitäre Ausrichtung der Volksheilstätte wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts mehrfach überschrieben. Nach der Nutzung als Wehrmachtslazarett übernahmen 1945 die sowjetischen Streitkräfte das Gelände. Diese Zäsur prägte den Ort nachhaltiger als jede vorangegangene Epoche. Bis zum Truppenabzug 1992 blieb Grabowsee eine sowjetische Insel inmitten der DDR. Die strengen Sicherheitsvorkehrungen und die absolute Isolation schufen eine Distanz zwischen den Besatzern und der lokalen Bevölkerung, die symptomatisch für viele sowjetische Liegenschaften in Ostdeutschland war. Während im Inneren ein russischsprachiger Alltag mit eigener Versorgung und Kultur stattfand, blieben die Vorgänge für Außenstehende undurchsichtig. Deutsche Angestellte, die als Hilfskräfte tätig waren, berichteten von einer strengen Hierarchie und einem strikten Redeverbot über interne Abläufe. Nach 1992 hinterließen die abziehenden Truppen nicht nur leerstehende Gebäude, sondern auch kulturelle Spuren wie Wandmalereien und Propaganda, die sich heute mit dem verfallenden Jugendstil mischen. Dieser Palimpsest der Geschichte macht den besonderen Reiz, aber auch die Schwierigkeit des Ortes aus. Der heutige Zustand ist geprägt von Vandalismus und natürlichem Verfall. Die Debatte um die Zukunft von Grabowsee verdeutlicht das generelle Problem im Umgang mit solchen Konversionsflächen: Die immensen Sanierungskosten stehen oft in keinem Verhältnis zur wirtschaftlichen Nutzbarkeit in ländlichen Regionen. So bleibt Grabowsee vorerst ein Ort, an dem die Geschichte des 20. Jahrhunderts in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit physisch greifbar bleibt – vom sozialen Aufbruch der Kaiserzeit über die Kriege bis hin zur langen Phase der sowjetischen Präsenz in Ostdeutschland. https://www.facebook.com/arnepetrich/posts/pfbid037du4beewjMdW4L62hZrBqs6yaYpDizyGAdkr6dm9yY9bfKV8hvq7YAhUWK5dL4DQl