Das Luisencarré in Magdeburg: Ein Vorzeigeprojekt des Stadtumbaus

Das MWG-Projekt Luisencarré in Magdeburg gehört zu den fünf besten Projekten des Stadtumbau Awards Sachsen-Anhalt 2024. Die Jury lobt den Wandel des ehemaligen Brachgeländes, das einst ein bedeutender Teil der Festungsanlagen von Magdeburg war und nach dem Krieg mit zwei 16-Geschossern bebaut wurde. Der Abriss dieser Gebäude im Jahr 2008 hinterließ eine markante Lücke im Stadtbild. Der Neubau des Luisencarré sollte nicht nur städtebauliche Perspektiven eröffnen, sondern vor allem ein genossenschaftliches Wohnhaus für verschiedene Generationen mit sozialer Qualität bieten.

Heute steht der Luisenturm, ein weithin sichtbares Hochhaus mit 20 Etagen, als neue Landmarke in Magdeburg. Es erhebt sich über einem sechsgeschossigen Gebäude, dessen abgewinkelte Form an die historische Stadtbefestigung erinnert. Der Wohnraum zeichnet sich durch architektonische Besonderheiten aus – mit Balkonen, Barrierefreiheit und einem attraktiven Größenmix. Das Gebäude liegt verkehrsgünstig, nahe öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten und kulturellen Einrichtungen. Doch das Luisencarré ist mehr als nur ein Wohnkomplex – es beherbergt einen Quartierstreff, in dem das Herz der „Luise“ pulsiert.

Das Ziel des Projekts ist es, ein aktives Quartiersmanagement zu etablieren, das die Selbstorganisation der Mieterschaft langfristig fördert. In Zusammenarbeit mit den Pfeifferschen Stiftungen wurde eine generationsübergreifende Gemeinschaft ins Leben gerufen, die den Austausch und das Engagement der Bewohner fördert. Eine der Kernideen war, eine professionelle Tagespflege anzubieten, die es den Bewohnern ermöglicht, ihre Betreuung selbstbestimmt wahrzunehmen.

Die Kooperation zwischen der MWG und den Pfeifferschen Stiftungen ist in Magdeburg nahezu einzigartig. Sie schafft Nachhaltigkeit im gesellschaftlichen Zusammenleben und bietet nicht nur Wohnraum, sondern auch Lebensraum. Mit Projekten wie einem Hochbeet, das zusammen mit den Mietern angelegt wurde, zeigt sich, wie aktiv das Quartier in die Gestaltung des Alltags eingebunden wird. Diese gemeinschaftliche Beteiligung stärkt die Bindung der Mieter und fördert ein Gefühl von Zusammengehörigkeit.

Für die Jury war besonders das Zusammenspiel aus architektonischer Gestaltung, städtebaulicher Lösung und sozialer Komponente überzeugend. Der Luisenturm hat nicht nur die städtebauliche Identität der Gegend gestärkt, sondern auch das Gefühl der Gemeinschaft unter den Bewohnern gefördert. Der Name Luisencarré, der sich an Königin Luise orientiert, trägt dazu bei, eine persönliche und identitätsstiftende Verbindung zu diesem Ort aufzubauen.

Das Luisencarré ist ein lebendiges Beispiel für zukunftsweisendes Wohnen, das moderne Architektur mit sozialen und generationenübergreifenden Konzepten kombiniert. Es fördert den Dialog zwischen Jung und Alt und hat das Potenzial, zu einer Stadtmarke in Magdeburg zu werden, die ihresgleichen sucht.

Eine atmosphärische Vermessung der ostdeutschen Gegenwart

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Manchmal muss man vom Rad steigen oder in einer Lokalredaktion anheuern, um wirklich zu verstehen, wie sich der Wind gedreht hat. Teaser: Wenn wir über den Osten sprechen, landen wir oft schnell bei Wahlergebnissen und Prozentzahlen. Aber was liegt darunter? Was passiert in den Dörfern, an den Stammtischen, in den Vereinen, wenn die Kameras weg sind? Für das Buch „Extremwetterlagen“ haben sich drei Autorinnen und ein Soziologe auf eine intensive Reise durch Sachsen, Brandenburg und Thüringen begeben. Sie waren als „Überlandschreiberinnen“ unterwegs, ganz nah dran an den Menschen. Tina Pruschmann fuhr mit dem Rad durchs Erzgebirge, Barbara Thériault arbeitete in einer Thüringer Lokalzeitung, Manja Präkels besuchte Initiativen in Brandenburg. Was sie mitgebracht haben, sind keine schnellen Urteile, sondern feine Beobachtungen über ein gesellschaftliches Klima, das rauer wird. Es geht um die Normalisierung von Dingen, die früher undenkbar waren. Um das Schweigen im Alltag und die historischen Linien, die bis in die DDR zurückreichen. Alexander Leistner ordnet diese Beobachtungen soziologisch ein und zeigt: Nichts davon kommt aus dem Nichts. Es ist eine Bestandsaufnahme der Gegenwart, die zeigt, wie anstrengend es sein kann, gegen den Wind zu atmen. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Eine literarische und soziologische Vermessung der ostdeutschen Zustände jenseits der üblichen Schlagzeilen. Teaser: Im Vorfeld der letzten Landtagswahlen startete ein besonderes Projekt: Die Autorinnen Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault sowie der Soziologe Alexander Leistner erkundeten als „Überlandschreiberinnen“ die gesellschaftliche Atmosphäre in Ostdeutschland. Ihr Buch „Extremwetterlagen“ (Verbrecher Verlag) dokumentiert Kipppunkte und Brüche in der Gesellschaft. Die Texte verbinden reportageartige Nähe mit analytischer Distanz. Sie thematisieren die schleichende Normalisierung rechtsextremer Narrative ebenso wie die Resilienz der Zivilgesellschaft. Besonders wertvoll ist dabei die historische Einordnung, die mentale Kontinuitäten bis in die DDR-Zeit sichtbar macht. Eine wichtige Lektüre für alle, die die aktuellen Entwicklungen in Ostdeutschland fundiert verstehen wollen. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Der Begriff „Extremwetterlagen“ meint hier keinen Regen, sondern das soziale Klima einer Region im Umbruch. Teaser: Wie lernt man, gegen den Wind zu atmen, wenn er einem direkt ins Gesicht bläst? Die Reportagen von Präkels, Pruschmann, Thériault und Leistner beschreiben den Osten nicht als Problemzone, sondern als Seismograph. Sie zeigen, wie sich das Miteinander verändert, wenn politische Extreme zum Alltag werden. Ein ruhiges, aber eindringliches Buch über die Temperatur unserer Gesellschaft. QUELLE: https://www.verbrecherverlag.de/wp-content/uploads/2025/05/Leseprobe-Extremwetterlagen.pdf
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