Die 15 schönsten Brunnen, Bütten & Wasserspiele in Görlitz

Görlitz ist eine charmante Stadt im Osten Deutschlands, die an der Grenze zu Polen liegt und am Zusammenfluss von Neisse und Oder liegt. Mit etwa 56.000 Einwohnern ist Görlitz die größte Stadt der Oberlausitz und zeichnet sich durch ihre bemerkenswerte historische Architektur und ihre kulturelle Vielfalt aus.

Die Stadt hat eine lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Im Jahr 1220 erhielt Görlitz das Stadtrecht und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Handelszentrum. Die Altstadt von Görlitz ist heute ein bemerkenswerter Ort mit über 4.000 denkmalgeschützten Gebäuden, die verschiedene Architekturstile vom Mittelalter bis zur Gründerzeit repräsentieren. Besonders hervorzuheben sind das prächtige Renaissance-Rathaus, die beeindruckende Peterskirche und das historische Handwerkerviertel.

Görlitz hat sich durch seine gut erhaltene Altstadt zu einem beliebten Ziel für Touristen und Filmproduzenten entwickelt. Die Stadt war mehrfach Kulisse für internationale Filme, darunter „Grand Budapest Hotel“ von Wes Anderson und „The Reader“ mit Kate Winslet. Diese filmische Nutzung hat Görlitz auch den Spitznamen „Görliwood“ eingebracht.

Neben ihrer architektonischen Schönheit bietet Görlitz eine lebendige Kulturszene mit Museen, Galerien und regelmäßigen Veranstaltungen. Das Kulturhistorische Museum und die Galerie für zeitgenössische Kunst sind nur zwei der kulturellen Einrichtungen, die Besucher anziehen. Die Stadt ist auch für ihre traditionellen Feste und Märkte bekannt, wie den Görlitzer Weihnachtsmarkt, der jedes Jahr zahlreiche Besucher anlockt.

Die Nähe zu Polen hat Görlitz zu einem wichtigen grenzüberschreitenden Knotenpunkt gemacht. Die polnische Stadt Zgorzelec liegt direkt gegenüber, und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten fördert den Austausch und die kulturelle Vernetzung. Diese grenzüberschreitende Kooperation stärkt die Region und bereichert sowohl die lokale Wirtschaft als auch das kulturelle Leben.

Görlitz ist ein Ort, der sowohl historische Bedeutung als auch moderne Vitalität vereint. Die Stadt bietet einen faszinierenden Einblick in die Geschichte und Kultur der Region und ist ein wertvoller Schatz im Osten Deutschlands.

Silvester 1989: Ein Jahreswechsel im politischen Niemandsland

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Es gibt Nächte, die riechen anders als alle anderen zuvor, eine Mischung aus Schwefel, Sekt und einer Kälte, die man in der Aufregung kaum spürt. Teaser: Wer sich an den 31. Dezember 1989 erinnert, denkt oft zuerst an die Bilder vom Brandenburger Tor. An die Menschenmassen, die sich dort drängten, wo wenige Wochen zuvor noch Schießbefehl herrschte. Doch die Realität dieser Nacht war komplexer als die Fernsehbilder. Es war eine Nacht des absoluten Vakuums. Die alte Ordnungsmacht, die Volkspolizei, hatte sich fast vollständig zurückgezogen. Sie stand am Rand, defensiv, unsichtbar gemacht durch die eigene Geschichte. Das schuf Raum für Euphorie, aber auch für eine gefährliche Form der Anarchie. Millionen D-Mark, ausgezahlt als letztes Begrüßungsgeld, waren in den Tagen zuvor in westdeutsches Feuerwerk umgesetzt worden. Der Himmel über dem Osten leuchtete so hell und laut wie nie zuvor. Es war ein fast trotziges Verprassen, getrieben von der Freude über die Freiheit, aber auch von der klammheimlichen Angst, was das eigene Geld bald noch wert sein würde. Während in Berlin die Gerüste unter der Last der Feiernden wankten, kämpfte die Regierung Modrow im Hintergrund schlicht darum, dass in den Kraftwerken die Kohle nicht ausging. Diese Gleichzeitigkeit von Rausch und Kollaps, von privatem Glück an der geöffneten Grenze im Harz oder Thüringen und der staatlichen Agonie in Ost-Berlin, macht diesen Jahreswechsel so einzigartig. Es war der Moment, in dem die DDR zwar noch auf der Landkarte existierte, aber in den Köpfen der Menschen bereits Geschichte war. Als die Sonne am Neujahrsmorgen über den Müllbergen aus West-Verpackungen und Ost-Glas aufging, war die Stille fast lauter als der Lärm der Nacht. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Zwischen dem juristischen Fortbestand der DDR und ihrem faktischen Ende lag in dieser Nacht nur eine dünne Schicht aus Feierlaune und Chaos. Teaser: Die Silvesternacht 1989/90 markiert eine historische Anomalie. Völkerrechtlich war die DDR noch ein souveräner Staat, doch im Inneren war das Machtmonopol bereits erloschen. Die Sicherheitsorgane, einst omnipräsent, kapitulierten vor der schieren Masse der Menschen. Am Brandenburger Tor, wo 500.000 Menschen den Jahreswechsel begingen, wurde dies am deutlichsten: Die Volkspolizei griff selbst bei der Demontage von Staatssymbolen oder gefährlichen Kletteraktionen kaum noch ein. Gleichzeitig wirkte im Hintergrund eine ökonomische Dynamik, die den politischen Prozess beschleunigte. Das Ende der Barauszahlung des Begrüßungsgeldes führte zu einem letzten Konsumrausch, der die wirtschaftliche Asymmetrie zwischen den beiden deutschen Staaten in jeder explodierenden Rakete am Himmel sichtbar machte. Die Politik, ob in Bonn oder Ost-Berlin, hinkte dem Geschehen auf der Straße hinterher. Es war eine Nacht, die zeigte, wie schnell Institutionen ihre Bindungskraft verlieren, wenn die Angst weicht. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Freiheit lässt sich nicht verordnen, aber in jener Nacht konnte man sie kaufen – für 100 D-Mark Begrüßungsgeld in Form von Raketen. Teaser: Der Jahreswechsel 1989 war vielleicht die ehrlichste Abstimmung, die je in der DDR stattfand. Die Menschen stimmten mit den Füßen ab – hin zu den Plätzen, rauf auf die Mauern, weg von den staatlichen Vorgaben. Die Sorge um die Sparguthaben mischte sich mit der Ekstase des Augenblicks. Dass dabei auch Denkmäler zu Bruch gingen und die Sicherheit litt, war der Preis für diesen unregulierten Übergang. Am nächsten Morgen blieb das Gefühl, dass nun alles möglich, aber nichts garantiert war.