Gregor Gysi: Ein Leben für die deutsche Politik

Gregor Gysi ist eine der bekanntesten und charismatischsten Persönlichkeiten der deutschen Politik. Geboren am 16. Januar 1948 in Berlin, spielte er eine zentrale Rolle in der politischen Landschaft der DDR und des wiedervereinigten Deutschlands. Als Sohn des prominenten DDR-Kulturfunktionärs Klaus Gysi wuchs er in einem politischen Umfeld auf, das seinen späteren Werdegang maßgeblich beeinflusste.

Gysi studierte Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitete ab 1971 als Anwalt, wobei er unter anderem regimekritische Mandanten verteidigte. Dies verschaffte ihm eine gewisse Bekanntheit und Respekt sowohl innerhalb der DDR als auch darüber hinaus.

Nach dem Fall der Berliner Mauer und der Wendezeit wurde Gysi 1989 zum Vorsitzenden der SED-PDS, der Nachfolgepartei der SED. Unter seiner Führung gelang es der Partei, sich erfolgreich neu zu positionieren und als Partei des demokratischen Sozialismus in der gesamtdeutschen Politik zu etablieren. Gysi war maßgeblich daran beteiligt, die Partei durch die schwierigen Jahre der Transformation zu führen und half, sie als wichtige politische Kraft in der Bundesrepublik zu verankern.

In den Jahren nach der Wiedervereinigung wurde Gysi eine prägende Figur im Bundestag. Er war von 1990 bis 2002 und erneut von 2005 bis 2015 Mitglied des Bundestages. Seine Reden sind für ihre Schärfe und ihren Witz bekannt, oft brachte er seine politischen Gegner rhetorisch in Bedrängnis. Gysi war Fraktionsvorsitzender der Linkspartei und später der Partei Die Linke, die 2007 aus der PDS und der WASG hervorging.

Neben seiner politischen Karriere hat sich Gysi auch als Autor und Moderator einen Namen gemacht. Seine Autobiografie und andere Veröffentlichungen bieten Einblicke in sein Leben und seine Sicht auf die politischen Entwicklungen in Deutschland.

Trotz seines Rückzugs aus der ersten Reihe der Parteipolitik bleibt Gysi eine einflussreiche Stimme innerhalb der Linken und in der deutschen Politik insgesamt. Seine Erfahrung und sein Wissen werden weiterhin geschätzt, und er engagiert sich nach wie vor aktiv in politischen Debatten und als Redner bei verschiedenen Veranstaltungen. Gregor Gysi ist eine Persönlichkeit, die die deutsche Politik über Jahrzehnte hinweg mitgestaltet hat und deren Einfluss noch lange spürbar sein wird.

Eine atmosphärische Vermessung der ostdeutschen Gegenwart

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Manchmal muss man vom Rad steigen oder in einer Lokalredaktion anheuern, um wirklich zu verstehen, wie sich der Wind gedreht hat. Teaser: Wenn wir über den Osten sprechen, landen wir oft schnell bei Wahlergebnissen und Prozentzahlen. Aber was liegt darunter? Was passiert in den Dörfern, an den Stammtischen, in den Vereinen, wenn die Kameras weg sind? Für das Buch „Extremwetterlagen“ haben sich drei Autorinnen und ein Soziologe auf eine intensive Reise durch Sachsen, Brandenburg und Thüringen begeben. Sie waren als „Überlandschreiberinnen“ unterwegs, ganz nah dran an den Menschen. Tina Pruschmann fuhr mit dem Rad durchs Erzgebirge, Barbara Thériault arbeitete in einer Thüringer Lokalzeitung, Manja Präkels besuchte Initiativen in Brandenburg. Was sie mitgebracht haben, sind keine schnellen Urteile, sondern feine Beobachtungen über ein gesellschaftliches Klima, das rauer wird. Es geht um die Normalisierung von Dingen, die früher undenkbar waren. Um das Schweigen im Alltag und die historischen Linien, die bis in die DDR zurückreichen. Alexander Leistner ordnet diese Beobachtungen soziologisch ein und zeigt: Nichts davon kommt aus dem Nichts. Es ist eine Bestandsaufnahme der Gegenwart, die zeigt, wie anstrengend es sein kann, gegen den Wind zu atmen. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Eine literarische und soziologische Vermessung der ostdeutschen Zustände jenseits der üblichen Schlagzeilen. Teaser: Im Vorfeld der letzten Landtagswahlen startete ein besonderes Projekt: Die Autorinnen Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault sowie der Soziologe Alexander Leistner erkundeten als „Überlandschreiberinnen“ die gesellschaftliche Atmosphäre in Ostdeutschland. Ihr Buch „Extremwetterlagen“ (Verbrecher Verlag) dokumentiert Kipppunkte und Brüche in der Gesellschaft. Die Texte verbinden reportageartige Nähe mit analytischer Distanz. Sie thematisieren die schleichende Normalisierung rechtsextremer Narrative ebenso wie die Resilienz der Zivilgesellschaft. Besonders wertvoll ist dabei die historische Einordnung, die mentale Kontinuitäten bis in die DDR-Zeit sichtbar macht. Eine wichtige Lektüre für alle, die die aktuellen Entwicklungen in Ostdeutschland fundiert verstehen wollen. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Der Begriff „Extremwetterlagen“ meint hier keinen Regen, sondern das soziale Klima einer Region im Umbruch. Teaser: Wie lernt man, gegen den Wind zu atmen, wenn er einem direkt ins Gesicht bläst? Die Reportagen von Präkels, Pruschmann, Thériault und Leistner beschreiben den Osten nicht als Problemzone, sondern als Seismograph. Sie zeigen, wie sich das Miteinander verändert, wenn politische Extreme zum Alltag werden. Ein ruhiges, aber eindringliches Buch über die Temperatur unserer Gesellschaft. QUELLE: https://www.verbrecherverlag.de/wp-content/uploads/2025/05/Leseprobe-Extremwetterlagen.pdf