28. Trabant- und IFA-Treffen Mühlhausen zu Pfingsten

In Mühlhausen fand zu Pfingsten das mittlerweile 28. Trabant- und IFA-Treffen statt. Organisiert vom Trabiclub Mühlhausen, zählte die Veranstaltung im Jahr 2025 rund 280 bis knapp 300 teilnehmende Fahrzeuge auf dem Platz am Schwanenteich. Obwohl das Wetter nicht optimal war und es immer wieder regnete, sogar in Strömen bei der Öffnung am Freitag, herrschte eine tolle Stimmung und eine familiäre Atmosphäre. Selbst langjährige Stammgäste waren vom Regen unbeeindruckt.

Ein Highlight war die Stadtrundfahrt im Ikarus-Bus. Diese führte unter anderem zum Bratwurstmuseum in Holzhausen/Mühlhausen und dem dort neu angesiedelten Trabipadies. Für die Region Mühlhausen ist übrigens die „Rostwurst“ die typische Bratwurst, während „Bratwurst“ etwas anderes bezeichnet. Im Trabipadies sind umgebaute, nicht mehr zulassungsfähige Trabants ausgestellt, die einst gerettet wurden.

Neben der Besichtigung gab es vielfältige Aktivitäten: Eine Fahrzeugbewertung nach Kategorien, bei der sich Teilnehmer anmelden konnten, um langes Anstehen zu vermeiden. Bewertet wurden Aspekte wie Originalität und Verarbeitung. Auch ein Kinderprogramm, verschiedene sportliche Aktivitäten (wie Flank Ball), und eine gut besuchte Party im Festzelt gehörten dazu. Die „ständige Vertretung der DDR“ war ebenfalls angereist.

Für die Verpflegung war bestens gesorgt, unter anderem am Stand des Bratwurstmuseums mit einer großen Auswahl und dem „Trappiteller“. Es gab Fassbrause in der Metropa, Frühstück war verfügbar, und sogar Rabara (Rhabarber) Kuchen und Getränke wurden verkostet. Ein besonderes Ereignis war die symbolische Übergabe eines Trabants durch Jürgen an Harald für 1 Euro, um den Verein zu unterstützen. Harald legte noch 1 Euro drauf, sodass der Trabant für 2 Euro übergeben wurde, um die Wirkung zu erhöhen.

Die Sanitäranlagen, bestehend aus WC-Containern und Duschen, wurden positiv hervorgehoben und als sehr sauber beschrieben. Trotz des Wetters, das am Abreisetag am Montag sonnig wurde, war es ein schönes Wochenende und ein gelungenes Treffen.

Die Pipeline der Widersprüche: Stalins Gas für Willy Brandts Westen

Persönlicher Teaser Minus 50 Grad, die Finger klamm, aber das Bier darf nie ausgehen – willkommen in der härtesten WG der DDR-Geschichte. Während wir heute über Homeoffice jammern, haben tausende junge Ostdeutsche in den 70ern und 80ern ihr Leben in die Waagschale geworfen, um im tiefsten Sibirien eine Pipeline zu bauen, die eigentlich unmöglich war. Sie nannten es "Freundschaft", aber es war ein Kampf gegen Eis, Einsamkeit und die Stasi im Nacken. Diese Doku reißt alte Wunden auf und zeigt, warum der "Wilde Osten" für viele die einzige Chance auf ein Stückchen Freiheit war – und warum dieses Trauma bis heute in vielen ostdeutschen Biografien nachzittert. Ein Muss für jeden, der verstehen will, aus welchem Stahl die DDR wirklich geschmiedet war.

Grau in Grau mit bunten Haaren: Die Nischenökonomie der Verweigerung

2. Teaser 1. Persönlich Verdacht. Sobald ich die Tür öffne, bin ich schuldig. Mein Verbrechen? Ein Rucksack und ein Schlafsack. Für die Vopos bin ich sofort ein Ausreißer, ein Heimflüchtling, ein Staatsfeind. Dabei will ich nur meine Ruhe vor eurem hohlen „Liebesgeblabel“ im Radio. Ich bin links, verdammt noch mal, vielleicht linker als ihr in euren Ämtern. Aber ich spiele euer Spiel nicht mehr mit. Ich baue Lockenwickler für eine Mark und höre Musik, die wehtut. Denn eines habe ich gelernt: Wer Kompromisse macht, ist schon tot. 2. Sachlich-Redaktionell Zeitdokument. Sie waren die Störgeräusche im perfekt inszenierten Sozialismus: Punks in der DDR. Exklusive Originalaufnahmen aus den 1980er Jahren geben einen tiefen Einblick in eine Szene, die zwischen staatlicher Repression und kreativer Nischenexistenz balancierte. Der Artikel beleuchtet, wie Jugendliche durch Kleidung und Musik ihre Ablehnung des Systems ausdrückten, wie sie trotz Überwachung ökonomische Schlupflöcher fanden und warum der „Schlafsack“ zum Symbol für den Konflikt mit der Staatsmacht wurde. Eine Analyse der Verweigerung. 3. Analytisch und Atmosphärisch Dissonanz. Grau ist die dominierende Farbe, Beton das Material der Macht. Doch in den Rissen dieser monolithischen Gesellschaft wucherte etwas Buntes, Lautes, Unkontrollierbares. Die Punkbewegung der DDR war weniger eine politische Opposition im klassischen Sinne als vielmehr eine existenzielle Notwendigkeit für jene, die an der stickigen Luft der Konformität zu ersticken drohten. Wir blicken auf eine Atmosphäre der permanenten Anspannung, in der ein Haarschnitt eine politische Stellungnahme war und die absolute Verweigerung des Kompromisses zur einzigen Überlebensstrategie der eigenen Identität wurde.