Merkels Erbe: Wie die Flüchtlingspolitik den Osten gegen den Westen aufbrachte

Im Video „Der Osten hat den Westen abgewählt“ von Silke Kirschnick wird die Rolle von Angela Merkel und ihre Auswirkungen auf die deutsche Parteienlandschaft analysiert. Kirschnick argumentiert, dass Merkel durch ihre Politik und Unfähigkeit zur Fehlerkorrektur wesentlich zum Aufstieg der AfD und des BSW beigetragen hat.

Kirschnick stellt fest, dass Merkel eine strategische Entscheidung von Helmut Kohl war, um die Ostdeutschen nach der Wiedervereinigung zu integrieren. Obwohl Merkel in der DDR nicht als oppositionelle oder herausragende Persönlichkeit galt, wurde sie in Kohls Kabinett aufgenommen, um den Ostdeutschen das Gefühl der Integration zu vermitteln. Diese Strategie habe sich jedoch spätestens in Merkels zweiter Amtszeit als gescheitert erwiesen, als sie begann, Debatten zu unterdrücken und Diskussionen zu vermeiden.

Die Autorin verweist auf die These von Maxim Biller aus dem Jahr 2009, der Merkel als „personifiziertes Sedativum“ bezeichnete, und argumentiert, dass die jüngsten Wahlergebnisse im Osten ein Zeichen für den 15-jährigen Niedergang des Westens darstellen. Kirschnick kritisiert Merkels Umgang mit der Flüchtlingskrise, die ihrer Meinung nach zu einer politischen Spaltung und dem Aufstieg der AfD geführt hat. Die Unfähigkeit der Kanzlerin, sich mit der Integrationsproblematik auseinanderzusetzen, habe letztlich das Vertrauen in die etablierten Parteien untergraben.

Im Podcast thematisiert Silke Kirschnick auch Merkels fehlende Auseinandersetzung mit relevanten Fragen zu Integration und Sicherheit. Die Autorin hebt hervor, dass Merkel in der Flüchtlingskrise nicht nur versäumt habe, notwendige Debatten zu führen, sondern auch wesentliche Warnungen und Kritik, wie die von Islamkritikern oder Integrationsbefürwortern, ignorierte. Dies habe dazu geführt, dass das Vertrauen in ihre Politik und die etablierten Parteien zunehmend schwand.

Kirschnick erläutert weiter, dass Merkel durch ihre opportunistische Anpassung an den Grünen Zeitgeist und ihr mangelhaftes Management der Asylpolitik maßgeblich zur Entstehung und Stärkung der AfD und des BSW beigetragen hat. Diese Parteien sind demnach direkte Folge von Merkels fehlerhafter Flüchtlingspolitik und ihrer Unfähigkeit, ihre Fehler zu korrigieren und konstruktive Debatten zu führen.

Zusammenfassend behauptet Kirschnick, dass die politischen Probleme, die Deutschland heute plagen, in hohem Maße auf Merkels Amtsführung zurückzuführen sind. Hätte Merkel andere Wege eingeschlagen oder effektiver auf die Herausforderungen reagiert, wären möglicherweise die AfD und der BSW nicht entstanden. Der Osten habe sich letztlich vom Westen abgewandt, und Merkels Politik sei ein Hauptgrund für diese politische Entwicklung.

Eine atmosphärische Vermessung der ostdeutschen Gegenwart

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Manchmal muss man vom Rad steigen oder in einer Lokalredaktion anheuern, um wirklich zu verstehen, wie sich der Wind gedreht hat. Teaser: Wenn wir über den Osten sprechen, landen wir oft schnell bei Wahlergebnissen und Prozentzahlen. Aber was liegt darunter? Was passiert in den Dörfern, an den Stammtischen, in den Vereinen, wenn die Kameras weg sind? Für das Buch „Extremwetterlagen“ haben sich drei Autorinnen und ein Soziologe auf eine intensive Reise durch Sachsen, Brandenburg und Thüringen begeben. Sie waren als „Überlandschreiberinnen“ unterwegs, ganz nah dran an den Menschen. Tina Pruschmann fuhr mit dem Rad durchs Erzgebirge, Barbara Thériault arbeitete in einer Thüringer Lokalzeitung, Manja Präkels besuchte Initiativen in Brandenburg. Was sie mitgebracht haben, sind keine schnellen Urteile, sondern feine Beobachtungen über ein gesellschaftliches Klima, das rauer wird. Es geht um die Normalisierung von Dingen, die früher undenkbar waren. Um das Schweigen im Alltag und die historischen Linien, die bis in die DDR zurückreichen. Alexander Leistner ordnet diese Beobachtungen soziologisch ein und zeigt: Nichts davon kommt aus dem Nichts. Es ist eine Bestandsaufnahme der Gegenwart, die zeigt, wie anstrengend es sein kann, gegen den Wind zu atmen. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Eine literarische und soziologische Vermessung der ostdeutschen Zustände jenseits der üblichen Schlagzeilen. Teaser: Im Vorfeld der letzten Landtagswahlen startete ein besonderes Projekt: Die Autorinnen Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault sowie der Soziologe Alexander Leistner erkundeten als „Überlandschreiberinnen“ die gesellschaftliche Atmosphäre in Ostdeutschland. Ihr Buch „Extremwetterlagen“ (Verbrecher Verlag) dokumentiert Kipppunkte und Brüche in der Gesellschaft. Die Texte verbinden reportageartige Nähe mit analytischer Distanz. Sie thematisieren die schleichende Normalisierung rechtsextremer Narrative ebenso wie die Resilienz der Zivilgesellschaft. Besonders wertvoll ist dabei die historische Einordnung, die mentale Kontinuitäten bis in die DDR-Zeit sichtbar macht. Eine wichtige Lektüre für alle, die die aktuellen Entwicklungen in Ostdeutschland fundiert verstehen wollen. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Der Begriff „Extremwetterlagen“ meint hier keinen Regen, sondern das soziale Klima einer Region im Umbruch. Teaser: Wie lernt man, gegen den Wind zu atmen, wenn er einem direkt ins Gesicht bläst? Die Reportagen von Präkels, Pruschmann, Thériault und Leistner beschreiben den Osten nicht als Problemzone, sondern als Seismograph. Sie zeigen, wie sich das Miteinander verändert, wenn politische Extreme zum Alltag werden. Ein ruhiges, aber eindringliches Buch über die Temperatur unserer Gesellschaft. QUELLE: https://www.verbrecherverlag.de/wp-content/uploads/2025/05/Leseprobe-Extremwetterlagen.pdf