Abendliches Chorkonzert zum Mitsingen in der Neuruppiner Klosterkirche

NACHTKLANG: mit Teilnehmer:innen des Singworkshops „Singen in Neuruppin“ unter der Leitung von Angela Postweiler

Neuruppin. Nach dem großen Erfolg im Juni 2023 erklingt in der Neuruppiner Klosterkirche zum zweiten Mal ein vielfältiges Programm aus Werken von der Renaissance bis zur Moderne aus Skandinavien, Italien, England, Israel und Deutschland.

Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt auf stimmungsvoller Chormusik zum Thema Abend, Nacht und Traum mit Stücken von Komponisten wie Thomas Morley, William Byrd, Christian Lahusen und anderen. Der Chor ist auf 40 Sängerinnen und Sänger aus Berlin und Neuruppin angewachsen, die sich zum Singworkshop unter Leitung von Angela Postweiler zusammengefunden haben und mit ihrer Singfreude gern die Besucher:innen vor Ort anstecken möchten. Bei einigen leichten Chorsätzen und Kanons wird das Publikum wieder eingeladen kräftig mitzusingen und die herrliche Akustik der Klosterkirche mit Klang zu füllen.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen und gehen an Ärzte ohne Grenzen.

Veranstaaltungshinweis:
Samstag, 15.6.2024, 19 Uhr

Klosterkirche St. Trinitatis Neuruppin

Eintritt frei.
Spenden für Ärzte ohne Grenzen sind willkommen.

Das Sicherheitsgefühl in der DDR als soziale und biografische Erfahrung

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL: Hook: Sicherheit ist für viele Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, kein abstrakter Begriff aus der Kriminalstatistik, sondern eine Erinnerung an ein Lebensgefühl der Vorhersehbarkeit. Teaser: Wer heute zuhört, wenn Ostdeutsche über ihre Vergangenheit sprechen, stößt oft auf eine Diskrepanz zwischen der historischen Realität einer Diktatur und dem persönlichen Erleben eines geschützten Alltags. Diese Wahrnehmung basiert stark auf der Erfahrung einer fast lückenlosen sozialen Absicherung. Der Arbeitsplatz war garantiert, die Miete festgeschrieben, und der Lebensweg verlief oft in geregelten Bahnen, die kaum individuelle Risiken bargen. Diese staatlich garantierte Statik nahm dem Alltag eine existenzielle Schärfe, die erst mit den Umbrüchen der Nachwendezeit in das Leben vieler Menschen trat. Hinzu kam ein öffentlicher Raum, der durch eine hohe soziale Kontrolle und geringe Mobilität geprägt war. Man blieb oft über Jahrzehnte im gleichen Wohnviertel, kannte das Umfeld und bewegte sich in einer homogenen Gesellschaft, in der Fremdheit die absolute Ausnahme bildete. Die staatliche Ordnungsmacht sorgte zudem rigoros dafür, dass Konflikte selten sichtbar im Straßenbild ausgetragen wurden. In der Rückschau verschmelzen diese Faktoren – die soziale Planbarkeit, die vertraute Umgebung und die sichtbare Ruhe – zu einem Sicherheitsbegriff, der sich fundamental von heutigen Definitionen unterscheidet. Er beschreibt weniger den Schutz vor Verbrechen als vielmehr die Abwesenheit von unvorhersehbaren Veränderungen. B) SEITE 1 und 2 (Kontext): Hook: Wenn Ostdeutsche sagen, früher sei es sicherer gewesen, vergleichen sie die Gegenwart oft nicht mit dem politischen System der DDR, sondern mit einer spezifischen Form der sozialen Stabilität. Teaser: Die Analyse dieses Gefühls zeigt, dass Sicherheit in diesem Kontext vor allem als Planbarkeit des eigenen Lebens verstanden wird. In der DDR waren Erwerbsbiografien und Wohnsituationen langfristig gesichert, was eine mentale Entlastung von existenziellem Wettbewerb bedeutete. Der abrupte Wegfall dieser Strukturen nach 1990 und die Erfahrung massiver Unsicherheit prägen den rückblickenden Vergleich bis heute. Verstärkt wird dies durch den Kontrast zwischen der damaligen medialen Filterung, die Konflikte ausblendete, und der heutigen Informationsdichte, die Risiken permanent sichtbar macht. Sicherheit erscheint in dieser Lesart als ein Zustand, in dem die Komplexität der Welt noch überschaubar war. QUELLE Basis: Video-Analyse „Warum viele Ostdeutsche sagen: ‚In der DDR war es sicherer‘“