Frühlingsfest an der Thüringer Bergbahn

Buntes Treiben vom 1. bis zum 5. Mai • Erstmals Riesenrad bei der Bergbahn

Leipzig/Schwarzatal. Zum Frühlingsfest bietet die Thüringer Bergbahn den großen und kleinen Gästen vom 1. bis 5. Mai an der Bergstation in Lichtenhain täglich von 11 bis 17 Uhr ein buntes Programm. Eine besondere Attraktion ist ein etwa 15 Meter großes Riesenrad, mit welchem sich ganz neue Aussichten über das Schwarzatal ergeben. Freuen dürfen sich die Besucher an allen fünf Tagen auf einen Markt mit regionalen Händlern, Dampfbetrieb auf der Lichtenhainer Waldbahn, eine Gartenbahn direkt auf dem Festgelände, Hüpfburg, und Kinderaktivitäten mit einer Imkerin. Holzkünstler werden während des Frühlingsfestes zwei handgefertigte Sitzgelegenheiten für das Bergbahngelände herstellen.

Am 1. Mai erinnert eine Schauvorführung an die historischen Wurzeln der Thüringer Bergbahn. Vor über 100 Jahren lagen diese im Güterverkehr, um das Schwarzatal und die Höhen des Thüringer Waldes auf dem Schienenweg wirtschaftlich zu erschließen. In der Zeit von 13 Uhr bis 14.30 Uhr wird der Gütertransport auf der historischen Standseilbahn zwischen Obstfelderschmiede und Lichtenhain wieder lebendig. Dabei kann man nicht nur den Huckepack-Transport eines Güterwagens erleben, sondern gleichzeitig an der Bergstation in Lichtenhain das Auf- und Absetzen des Güterwagens auf bzw. von der sogenannten Güterbühne. Aufgrund des Nostalgietages verkehrt die Bergbahn teilweise nach einem Sonderfahrplan.

Aber auch an den weiteren Festtagen gibt es ein buntes Programm. Am 2. und 3. Mai ist eine Ausstellung der Nationalen Naturlandschaften zu Gast und das Erlebnismuseum Maschinarium für Schulklassen kostenfrei zugänglich. Am 3. und 4. Mai gibt es einen Infostand zur „Natura 2000“-Station Thüringer Wald inklusive verschiedener Umweltbildungsspiele. Am 4. Mai bietet der ThüringenForst im Fröbelwald verschiedene Mitmach-Aktionen an. Am Wochenende findet eine Modellbahnausstellung statt und es können kleine Modelle gebastelt werden. Kinder können im Fröbelwald in einem Zelt Märchen aus aller Welt lauschen. Auf dem Gelände der Lichtenhainer Waldbahn führen verschiedene traditionelle Handwerker ihre Künste vor, bei denen sich die Gäste selbst ausprobieren können.

Ein historischer Bus der KomBus GmbH, der Ikarus 31 – auch Lieschen genannt, ist am 5. Mai zu Gast. Mit ihm finden zwei Sonderfahrten statt. Für die Mitfahrt gibt es Onlinetickets auf der Internetseite der Thüringer Bergbahn.

Nähere Informationen zum detaillierten Programm, den Fahrzeiten der Züge, den Tickets und Anreisemöglichkeiten sowie zu Parkmöglichkeiten an den Bahnhöfen erhalten alle Interessierten im Internet unter www.thueringerbergbahn.com.

Titelfoto: Deutsche Bahn

Der Gaukler, der den Minister nicht küssen wollte

MASTER-PROMPT HOOK - Profil Armin Mueller-Stahl und die verweigerte Umarmung der Macht In einer Reihe wartender Menschen steht der Schauspieler, als der Minister für Staatssicherheit auf ihn zutritt und ihn an seine ordensgeschmückte Brust ziehen will. Kurz bevor die Lippen des Politikers sein Gesicht berühren, weicht der Mann mit einem lauten Hinweis auf seinen angeklebten, fusselnden Bart zurück, woraufhin die anwesenden Funktionäre in betretenes Schweigen verfallen. MASTER-PROMPT Teaser JP Die Stille nach dem Scherz Ein Händedruck sollte es sein, doch der Griff an das Revers und die plötzliche, erzwungene körperliche Nähe des Ministers durchbrachen das Protokoll der Ehrung augenblicklich. Manchmal genügt ein einziger, scheinbar harmloser Satz über eine Maskerade, um eine staatlich inszenierte Feierlichkeit in eisiges Schweigen zu verwandeln. Ich sehe in diesem Moment der Weigerung, wie schmal der Grat zwischen dem gefeierten Volksschauspieler und einer unerwünschten Person in einem restriktiven System tatsächlich verlaufen konnte – eine Erfahrung, die den 25. Jahrestag des MfS 1975 prägte. MASTER-PROMPT Teaser Coolis Der Eklat beim Staatssicherheits-Jubiläum Während einer Auszeichnung zum 25. Jahrestag des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin kam es zu einer ungeplanten Interaktion zwischen Erich Mielke und dem Darsteller des Agenten Achim Detjen. Armin Mueller-Stahl verhinderte 1975 den demonstrativen Bruderkuss des Ministers durch eine beiläufige Bemerkung über seinen Bart, was die anwesenden Parteifunktionäre sichtlich irritierte. Diese Episode markierte einen Wendepunkt im Verhältnis des Schauspielers zur DDR-Staatsführung, der später in einem faktischen Berufsverbot und der Ausreise in die Bundesrepublik mündete.