Erik D. Schulz‘ sein neuer Roman „Eric & Emilia“ über die letzten Jahre der DDR

Erik D. Schulz‘ Roman Eric & Emilia: Lehrzeiten (Delfy Verlag) ist ein eindrucksvolles Werk, das einen unverfälschten und authentischen Einblick in die letzten Jahre der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) gewährt. In diesem teilweise autobiografischen Buch erzählt Schulz die bewegende Geschichte zweier junger Menschen, deren Leben von den Repressionen und der Absurdität des DDR-Regimes bestimmt wird.

Der Protagonist Eric ist ein junger Mann, der ohne Ziel und Perspektive durchs Leben treibt, gefangen in der erdrückenden Atmosphäre der DDR. Er ist frustriert von den politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten und der ständigen Überwachung, die das tägliche Leben prägen. Doch alles ändert sich, als er die leidenschaftliche Emilia trifft. Sie kämpft hartnäckig für ihren Traum, an der renommierten Schauspielschule Ernst Busch in Berlin aufgenommen zu werden. Ihr Enthusiasmus und ihre Entschlossenheit wirken wie ein Katalysator für Eric und inspirieren ihn, endlich Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen.

Unter dem Einfluss von Emilia beginnt Eric, sich für ein Medizinstudium vorzubereiten und arbeitet hart für die Zulassung. Doch während das Paar sich ihren Träumen und Zielen widmet, geraten sie zunehmend in Konflikt mit dem repressiven System der DDR. Ihre Bestrebungen und ihre Liebe werden auf eine harte Probe gestellt, als sie unverschuldet ins Visier der Stasi geraten. Eine Reihe von verhängnisvollen Ereignissen bringt die beiden in die Fänge der perfide funktionierenden Diktatur, die ihre Bemühungen zu verhindern weiß.

Schulz nutzt die Geschichte von Eric und Emilia, um ein realistisches Bild der DDR zu zeichnen, das sich bewusst von der oftmals romantisierten und idealisierten Darstellung der ehemaligen DDR entfernt. In Eric & Emilia: Lehrzeiten wird die Brutalität und Absurdität des Systems in all ihren Facetten gezeigt, ohne den Versuch, diese zu verharmlosen oder zu entschuldigen. Der Roman verzichtet auf jegliche Ostalgie und bietet stattdessen eine schonungslose Darstellung des Lebens in einem totalitären Regime.

Die Liebesgeschichte zwischen Eric und Emilia wird dabei zu einem Symbol für den Widerstand gegen ein ungerechtes System, das die Träume und Hoffnungen der Menschen zu zerstören droht. Ihre Beziehung wird immer wieder auf die Probe gestellt, sowohl durch äußere Umstände als auch durch die eigenen inneren Konflikte und Zweifel. Doch trotz aller Widrigkeiten bleibt ihre Liebe ein Hoffnungsschimmer in einer dunklen Zeit.

In seinem bisher persönlichsten Werk gelingt es Erik D. Schulz, ein bewegendes und aufwühlendes Porträt von jungen Menschen zu zeichnen, die mit Mut und Entschlossenheit gegen die Ungerechtigkeit ihrer Zeit ankämpfen. Eric & Emilia: Lehrzeiten ist ein kraftvoller Roman, der die Leser dazu anregt, über die Auswirkungen der DDR-Diktatur nachzudenken und die Bedeutung von Freiheit und individueller Entfaltung zu schätzen.

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Eine atmosphärische Vermessung der ostdeutschen Gegenwart

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Manchmal muss man vom Rad steigen oder in einer Lokalredaktion anheuern, um wirklich zu verstehen, wie sich der Wind gedreht hat. Teaser: Wenn wir über den Osten sprechen, landen wir oft schnell bei Wahlergebnissen und Prozentzahlen. Aber was liegt darunter? Was passiert in den Dörfern, an den Stammtischen, in den Vereinen, wenn die Kameras weg sind? Für das Buch „Extremwetterlagen“ haben sich drei Autorinnen und ein Soziologe auf eine intensive Reise durch Sachsen, Brandenburg und Thüringen begeben. Sie waren als „Überlandschreiberinnen“ unterwegs, ganz nah dran an den Menschen. Tina Pruschmann fuhr mit dem Rad durchs Erzgebirge, Barbara Thériault arbeitete in einer Thüringer Lokalzeitung, Manja Präkels besuchte Initiativen in Brandenburg. Was sie mitgebracht haben, sind keine schnellen Urteile, sondern feine Beobachtungen über ein gesellschaftliches Klima, das rauer wird. Es geht um die Normalisierung von Dingen, die früher undenkbar waren. Um das Schweigen im Alltag und die historischen Linien, die bis in die DDR zurückreichen. Alexander Leistner ordnet diese Beobachtungen soziologisch ein und zeigt: Nichts davon kommt aus dem Nichts. Es ist eine Bestandsaufnahme der Gegenwart, die zeigt, wie anstrengend es sein kann, gegen den Wind zu atmen. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Eine literarische und soziologische Vermessung der ostdeutschen Zustände jenseits der üblichen Schlagzeilen. Teaser: Im Vorfeld der letzten Landtagswahlen startete ein besonderes Projekt: Die Autorinnen Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault sowie der Soziologe Alexander Leistner erkundeten als „Überlandschreiberinnen“ die gesellschaftliche Atmosphäre in Ostdeutschland. Ihr Buch „Extremwetterlagen“ (Verbrecher Verlag) dokumentiert Kipppunkte und Brüche in der Gesellschaft. Die Texte verbinden reportageartige Nähe mit analytischer Distanz. Sie thematisieren die schleichende Normalisierung rechtsextremer Narrative ebenso wie die Resilienz der Zivilgesellschaft. Besonders wertvoll ist dabei die historische Einordnung, die mentale Kontinuitäten bis in die DDR-Zeit sichtbar macht. Eine wichtige Lektüre für alle, die die aktuellen Entwicklungen in Ostdeutschland fundiert verstehen wollen. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Der Begriff „Extremwetterlagen“ meint hier keinen Regen, sondern das soziale Klima einer Region im Umbruch. Teaser: Wie lernt man, gegen den Wind zu atmen, wenn er einem direkt ins Gesicht bläst? Die Reportagen von Präkels, Pruschmann, Thériault und Leistner beschreiben den Osten nicht als Problemzone, sondern als Seismograph. Sie zeigen, wie sich das Miteinander verändert, wenn politische Extreme zum Alltag werden. Ein ruhiges, aber eindringliches Buch über die Temperatur unserer Gesellschaft. QUELLE: https://www.verbrecherverlag.de/wp-content/uploads/2025/05/Leseprobe-Extremwetterlagen.pdf
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