Juli Zeh vereint Deutschland in Brandenburg – zum Buch „Über Menschen“

In Deutschland leben in Brandenburg gerade einmal 25 Einwohner pro Quadratkilometer. Brandenburg ist die Heimat von Generationen von Einwohnern, die sich auf der Ostseite Deutschlands befanden. Der Roman Brandenburg von Juli Zeh greift den Namen eines fiktiven Dorfes auf, der „unter den Menschen“ bedeutet.

zum Buch „Über Menschen“ – Dora hat sich mit ihrer kleinen Hündin ins ländliche Brandenburg zurückgezogen, um dringend benötigte Luftveränderung und Freiheit zu finden. Doch das Leben in Bracken, einem abgelegenen Dorf mitten im Nirgendwo, erweist sich als weniger idyllisch als erhofft. Ihr neues Zuhause ist noch leer, der Garten verwildert, und die Busverbindung in die nächste Stadt praktisch nicht existent. Besonders beunruhigend ist jedoch der Nachbar hinter der hohen Gartenmauer: ein Mann mit kahlrasiertem Kopf und rechten Parolen, der alle ihre Befürchtungen bestätigt. Dora ist dem Lockdown in der Großstadt entflohen, doch nun fragt sie sich, was sie hier wirklich sucht. Möchte sie Abstand von ihrem Freund Robert, der ihr mit seinem zunehmenden Klimaaktivismus immer fremder wird? Oder versucht sie, der inneren Unruhe zu entkommen, die ihr den Schlaf raubt? Während sie noch mit ihren Gedanken und Ängsten kämpft, geschehen um sie herum unerwartete Dinge. Menschen, die nicht in ihre bisherigen Vorstellungen passen, fordern sie auf eine Weise heraus, die sie nie erwartet hätte. Plötzlich sieht sich Dora mit Fragen konfrontiert, die ihr bisheriges Leben und ihre Ansichten grundlegend infrage stellen – und sie begreift, dass sie hier etwas findet, wonach sie nie bewusst gesucht hatte.

Juli Zehs Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein.

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Eine atmosphärische Vermessung der ostdeutschen Gegenwart

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Manchmal muss man vom Rad steigen oder in einer Lokalredaktion anheuern, um wirklich zu verstehen, wie sich der Wind gedreht hat. Teaser: Wenn wir über den Osten sprechen, landen wir oft schnell bei Wahlergebnissen und Prozentzahlen. Aber was liegt darunter? Was passiert in den Dörfern, an den Stammtischen, in den Vereinen, wenn die Kameras weg sind? Für das Buch „Extremwetterlagen“ haben sich drei Autorinnen und ein Soziologe auf eine intensive Reise durch Sachsen, Brandenburg und Thüringen begeben. Sie waren als „Überlandschreiberinnen“ unterwegs, ganz nah dran an den Menschen. Tina Pruschmann fuhr mit dem Rad durchs Erzgebirge, Barbara Thériault arbeitete in einer Thüringer Lokalzeitung, Manja Präkels besuchte Initiativen in Brandenburg. Was sie mitgebracht haben, sind keine schnellen Urteile, sondern feine Beobachtungen über ein gesellschaftliches Klima, das rauer wird. Es geht um die Normalisierung von Dingen, die früher undenkbar waren. Um das Schweigen im Alltag und die historischen Linien, die bis in die DDR zurückreichen. Alexander Leistner ordnet diese Beobachtungen soziologisch ein und zeigt: Nichts davon kommt aus dem Nichts. Es ist eine Bestandsaufnahme der Gegenwart, die zeigt, wie anstrengend es sein kann, gegen den Wind zu atmen. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Eine literarische und soziologische Vermessung der ostdeutschen Zustände jenseits der üblichen Schlagzeilen. Teaser: Im Vorfeld der letzten Landtagswahlen startete ein besonderes Projekt: Die Autorinnen Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault sowie der Soziologe Alexander Leistner erkundeten als „Überlandschreiberinnen“ die gesellschaftliche Atmosphäre in Ostdeutschland. Ihr Buch „Extremwetterlagen“ (Verbrecher Verlag) dokumentiert Kipppunkte und Brüche in der Gesellschaft. Die Texte verbinden reportageartige Nähe mit analytischer Distanz. Sie thematisieren die schleichende Normalisierung rechtsextremer Narrative ebenso wie die Resilienz der Zivilgesellschaft. Besonders wertvoll ist dabei die historische Einordnung, die mentale Kontinuitäten bis in die DDR-Zeit sichtbar macht. Eine wichtige Lektüre für alle, die die aktuellen Entwicklungen in Ostdeutschland fundiert verstehen wollen. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Der Begriff „Extremwetterlagen“ meint hier keinen Regen, sondern das soziale Klima einer Region im Umbruch. Teaser: Wie lernt man, gegen den Wind zu atmen, wenn er einem direkt ins Gesicht bläst? Die Reportagen von Präkels, Pruschmann, Thériault und Leistner beschreiben den Osten nicht als Problemzone, sondern als Seismograph. Sie zeigen, wie sich das Miteinander verändert, wenn politische Extreme zum Alltag werden. Ein ruhiges, aber eindringliches Buch über die Temperatur unserer Gesellschaft. QUELLE: https://www.verbrecherverlag.de/wp-content/uploads/2025/05/Leseprobe-Extremwetterlagen.pdf