Märkte und Events der Stadtverwaltung Erfurt werden zukünftig in zwei Abteilungen organisiert.

Foto: Christian Haß, amtierender Sachgebietsleiter Programm/Marketing/Verwaltung (links), und Abteilungsleiter Maximilian Wolf sind Teil der neuen Abteilung „Events und Großveranstaltungen“. Foto: © Stadtverwaltung Erfurt
Foto: Christian Haß, amtierender Sachgebietsleiter Programm/Marketing/Verwaltung (links), und Abteilungsleiter Maximilian Wolf sind Teil der neuen Abteilung „Events und Großveranstaltungen“.
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Vom Altstadtfrühling bis zum Weihnachtsmarkt – jedes Jahr organisiert die Kulturdirektion der Stadtverwaltung Erfurt zahlreiche besucherstarke Veranstaltungen. Die Dichte der Events ist ein besonderes Merkmal der Landeshauptstadt, wie auch kürzlich im neuen Tourismuskonzept der Erfurter Tourismus- und Marketing GmbH festgehalten wurde. Um dieser Vielfalt weiterhin angemessen gerecht zu werden, hat die Kulturdirektion ihren Veranstaltungsbereich neu aufgestellt. Die frühere Abteilung „Märkte und Stadtfeste“ wird künftig als Abteilung „Märkte und Volksfeste“ agieren und sich unter Leitung von Sven Kaestner gezielt auf Märkte sowie ausgewählte Volksfeste wie das Oktoberfest oder den Altstadtfrühling konzentrieren.

Für die neue Abteilung „Großveranstaltungen und Events“ ist der diesjährige Weihnachtsmarkt die erste Feuerprobe. Sie verantwortet von nun an auch das Krämerbrückenfest und das Erfurter Weinfest. Als Abteilungsleiter ist seit November Maximilian Wolf im Einsatz. Der Erfurter ist nicht neu in der Kulturdirektion, zuvor war er Eventmanager im Bereich Kulturmanagement.

Mit der Reorganisation seines Veranstaltungsbereiches reagierte das Fachamt auf die gestiegenen organisatorischen Anforderungen bei städtischen Großveranstaltungen. „Im Bereich Sicherheit, aber auch in der Programmatik und im Marketing wächst die Fülle an Anforderungen“, sagt Dr. Tobias J. Knoblich, Beigeordneter für Kultur, Stadtentwicklung und Welterbe. „Die Themen Awareness und das Safe-Space-Konzept haben sich zusätzlich als neue Bedarfe herauskristallisiert. Dieses breite Aufgabenspektrum und das damit verbundene Arbeitsaufkommen müssen und wollen wir zukünftig auf mehrere Schultern verteilen.“

„Ziel ist es, die bisherige Abteilung zu entlasten“, sagt Kulturdirektor Dr. Christian Horn. „Mit größeren personellen Kapazitäten ermöglichen wir auch eine Weiterentwicklung der einzelnen Formate und können die Großveranstaltungen in der städtischen und touristischen Wahrnehmung weiter profilieren.“

Wenn die Stille tötet: Das Drama von Frankfurt (Oder)

Teaser 1. Persönlich Stille. Tödliche Stille, die erst eintrat, nachdem das Weinen verklungen war. Kevin und Tobias warteten. Auf Mama, auf ein Glas Wasser, auf ein Geräusch an der Tür. Doch niemand kam. Zwei Wochen lang saßen die kleinen Jungen in der Hitze ihrer Wohnung, während ihre Mutter nur wenige Kilometer entfernt ein neues Leben probte. Wie fühlt es sich an, vergessen zu werden? Diese Geschichte handelt nicht nur von einem Verbrechen, sondern von der beklemmenden Einsamkeit zweier Kinder, deren einziger Fehler es war, auf Hilfe zu vertrauen, die niemals kam. Ein Blick in den Abgrund menschlicher Kälte. 2. Sachlich-Redaktionell Frankfurt (Oder), Sommer 1999. Ein Fall, der Rechtsgeschichte schrieb und eine ganze Region erschütterte: Zwei Kleinkinder, zwei und drei Jahre alt, sterben qualvoll in ihrer elterlichen Wohnung. Die Ursache: Verdursten. Die Mutter, Daniela J., hatte die Wohnung für 14 Tage verlassen, um bei ihrem neuen Lebensgefährten zu sein. Trotz Schreien und Hinweisen aus der Nachbarschaft griffen weder Anwohner noch das Jugendamt rechtzeitig ein. Wir rekonstruieren die Chronologie eines angekündigten Todes, analysieren die Versäumnisse der Behörden und beleuchten die forensischen Beweise, die zur Verurteilung wegen Mordes führten. 3. Analytisch und Atmosphärisch Wegsehen. Es ist der unsichtbare Akteur in dieser Tragödie. Der Plattenbau in Frankfurt (Oder) wird zur Kulisse eines sozialen Dramas, das die Risse unserer Gesellschaft offenlegt. Es geht hier nicht nur um die individuelle Schuld einer überforderten Mutter, sondern um die Systematik des Ignorierens. Wie dünn ist die Wand zwischen Privatsphäre und tödlicher Vernachlässigung? Die Dokumentation seziert die Atmosphäre einer Nachbarschaft, in der man alles hört, aber nichts tut. Eine Analyse der Dynamik zwischen Hilflosigkeit, behördlicher Routine und der banalen Böseartigkeit des Verdrängens, die am Ende zwei Menschenleben kostete.