Die Sparkassenwälder in Ostdeutschland

Die Sparkassenwälder in Ostdeutschland sind ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie nachhaltige Projekte durch innovative Ansätze und breite gesellschaftliche Unterstützung umgesetzt werden können. Seit 2021 engagieren sich die Sparkassen aktiv in der Wiederaufforstung heimischer Wälder, ein Vorhaben, das nicht nur ökologischen Mehrwert bietet, sondern auch das Bewusstsein für den Umweltschutz stärkt.

Hintergrund der Sparkassenwälder
Die Idee, Sparkassenwälder zu pflanzen, wurde im Zuge der zunehmenden gesellschaftlichen Diskussion über Nachhaltigkeit und Klimaschutz geboren. Ein wesentlicher Impuls war dabei die Erkenntnis, dass der Wald eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielt. Wälder sind nicht nur Lebensräume für unzählige Tier- und Pflanzenarten, sondern auch unverzichtbare Kohlenstoffspeicher, die zur Senkung des CO₂-Ausstoßes beitragen.

Im Rahmen dieses Projekts wurden seit Beginn der Initiative bis Ende 2024 bereits über 80.000 Bäume in verschiedenen Regionen Ostdeutschlands gepflanzt. Das Projekt wird dabei in enger Zusammenarbeit mit lokalen Forstbetrieben, Naturschutzorganisationen und freiwilligen Helferinnen und Helfern durchgeführt. Die Pflanzungen konzentrieren sich auf Gebiete, die von Sturmschäden, Trockenheit oder Schädlingsbefall wie dem Borkenkäfer stark betroffen sind.

Finanzierung durch die PS-Lotterie
Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal der Sparkassenwälder ist die Finanzierung. Das Projekt wird maßgeblich durch die Erlöse der PS-Lotterie unterstützt. Die PS-Lotterie („Sparen und Gewinnen“) kombiniert die Idee des Sparens mit der Möglichkeit, Gewinne zu erzielen und gleichzeitig Gutes zu tun. Ein Teil jedes Loses fließt in regionale gemeinnützige Projekte, darunter die Wiederaufforstung. Dieses Modell hat es ermöglicht, die Kosten für Setzlinge, Pflege und langfristige Betreuung der Wälder zu decken, ohne auf externe Fördermittel angewiesen zu sein.

Engagement und Herausforderungen
Die praktische Umsetzung des Projekts erfordert nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch den Einsatz zahlreicher Beteiligter. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkassen, Kundinnen und Kunden sowie externe Unterstützer engagieren sich regelmäßig bei Pflanzaktionen. Diese Einsätze sind nicht nur arbeitsintensiv, sondern auch symbolisch: Sie verdeutlichen die Bedeutung gemeinschaftlichen Handelns und fördern den direkten Kontakt zur Natur.

Doch das Projekt steht auch vor Herausforderungen. Der Klimawandel selbst erschwert die Aufforstung, da extreme Wetterbedingungen und zunehmende Trockenperioden das Wachstum der jungen Bäume beeinträchtigen können. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, werden robuste, klimaresistente Baumarten gepflanzt, die besser mit den veränderten Bedingungen zurechtkommen.

Nachhaltigkeit als langfristiges Ziel
Das Engagement der Sparkassenwälder geht über die reine Pflanzung von Bäumen hinaus. Ziel ist es, nachhaltige Waldökosysteme zu schaffen, die langfristig bestehen und vielfältige Funktionen erfüllen. Dazu gehört die Förderung der Biodiversität, die Verbesserung der Luftqualität und der Schutz vor Bodenerosion. Langfristige Monitoring-Programme sollen sicherstellen, dass die gepflanzten Bäume auch tatsächlich gedeihen.

Bedeutung für die Region
Neben den ökologischen Vorteilen hat das Projekt auch einen positiven sozialen und wirtschaftlichen Einfluss. Es stärkt das Gemeinschaftsgefühl in den beteiligten Regionen, bietet Bildungsmöglichkeiten zu Umweltthemen und schafft Arbeitsplätze, insbesondere in ländlichen Gebieten.

Die Sparkassenwälder sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie unternehmerische Verantwortung und gesellschaftliches Engagement Hand in Hand gehen können. Bis 2030 planen die Sparkassen, die Zahl der gepflanzten Bäume auf 200.000 zu erhöhen. Dies wäre ein weiterer Schritt hin zu einer nachhaltigen und lebenswerten Zukunft für kommende Generationen.

Das Engagement aller Beteiligten – von den Sparkassen selbst über die Mitarbeitenden bis hin zu den Kunden – zeigt, dass auch kleine Beiträge Großes bewirken können. Die Sparkassenwälder sind ein Symbol für den Wandel, der durch kollektives Handeln möglich ist.

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Eine atmosphärische Vermessung der ostdeutschen Gegenwart

FACEBOOK-TEASER A) PROFIL Hook: Manchmal muss man vom Rad steigen oder in einer Lokalredaktion anheuern, um wirklich zu verstehen, wie sich der Wind gedreht hat. Teaser: Wenn wir über den Osten sprechen, landen wir oft schnell bei Wahlergebnissen und Prozentzahlen. Aber was liegt darunter? Was passiert in den Dörfern, an den Stammtischen, in den Vereinen, wenn die Kameras weg sind? Für das Buch „Extremwetterlagen“ haben sich drei Autorinnen und ein Soziologe auf eine intensive Reise durch Sachsen, Brandenburg und Thüringen begeben. Sie waren als „Überlandschreiberinnen“ unterwegs, ganz nah dran an den Menschen. Tina Pruschmann fuhr mit dem Rad durchs Erzgebirge, Barbara Thériault arbeitete in einer Thüringer Lokalzeitung, Manja Präkels besuchte Initiativen in Brandenburg. Was sie mitgebracht haben, sind keine schnellen Urteile, sondern feine Beobachtungen über ein gesellschaftliches Klima, das rauer wird. Es geht um die Normalisierung von Dingen, die früher undenkbar waren. Um das Schweigen im Alltag und die historischen Linien, die bis in die DDR zurückreichen. Alexander Leistner ordnet diese Beobachtungen soziologisch ein und zeigt: Nichts davon kommt aus dem Nichts. Es ist eine Bestandsaufnahme der Gegenwart, die zeigt, wie anstrengend es sein kann, gegen den Wind zu atmen. B) SEITE 1 (Kontext) Hook: Eine literarische und soziologische Vermessung der ostdeutschen Zustände jenseits der üblichen Schlagzeilen. Teaser: Im Vorfeld der letzten Landtagswahlen startete ein besonderes Projekt: Die Autorinnen Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault sowie der Soziologe Alexander Leistner erkundeten als „Überlandschreiberinnen“ die gesellschaftliche Atmosphäre in Ostdeutschland. Ihr Buch „Extremwetterlagen“ (Verbrecher Verlag) dokumentiert Kipppunkte und Brüche in der Gesellschaft. Die Texte verbinden reportageartige Nähe mit analytischer Distanz. Sie thematisieren die schleichende Normalisierung rechtsextremer Narrative ebenso wie die Resilienz der Zivilgesellschaft. Besonders wertvoll ist dabei die historische Einordnung, die mentale Kontinuitäten bis in die DDR-Zeit sichtbar macht. Eine wichtige Lektüre für alle, die die aktuellen Entwicklungen in Ostdeutschland fundiert verstehen wollen. C) SEITE 2 (pointiert, ruhig) Hook: Der Begriff „Extremwetterlagen“ meint hier keinen Regen, sondern das soziale Klima einer Region im Umbruch. Teaser: Wie lernt man, gegen den Wind zu atmen, wenn er einem direkt ins Gesicht bläst? Die Reportagen von Präkels, Pruschmann, Thériault und Leistner beschreiben den Osten nicht als Problemzone, sondern als Seismograph. Sie zeigen, wie sich das Miteinander verändert, wenn politische Extreme zum Alltag werden. Ein ruhiges, aber eindringliches Buch über die Temperatur unserer Gesellschaft. QUELLE: https://www.verbrecherverlag.de/wp-content/uploads/2025/05/Leseprobe-Extremwetterlagen.pdf
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