Malerarbeiten am Erfurt-Schriftzug auf dem Petersberg

Durch Witterungseinflüsse und zur Werterhaltung, welche zur Pflege und Erhaltung des Schriftzuges notwendig ist, erfolgt in regelmäßigen Abständen ein Neuanstrich des Schriftzuges. Der graue Farbton bleibt weiterhin bestehen, es erfolgt lediglich eine Auffrischung des Farbanstriches. Für die Arbeiten wird ein Bauzaun gestellt, welcher bis Pfingstmontag stehen bleiben wird.

Der Schriftzug, der vom Domplatz aus gut sichtbar ist, ist mittlerweile zu einem heimlichen Wahrzeichen der Stadt geworden und Blickpunkt für Besucher und Erfurter Bürger zugleich.

 

Suchttransformation in den neuen Bundesländern nach 1990

Journalistischer Text - Seite (Teaser) Wandel der Suchtbiografien in Ostdeutschland Zwischen den gewohnten Strukturen der Arbeit und dem privaten Rückzugsort blieb die Abhängigkeit von Medikamenten in der DDR oft unsichtbar und statistisch kaum erfasst. Ich nehme wahr, dass diese "stille Sucht" neben dem Alkohol eine enorme Rolle spielte, bevor mit der Grenzöffnung 1990 plötzlich Heroin und Ecstasy in Städte wie Leipzig drängten. Mir scheint, dass die bloße Übernahme westdeutscher Therapiemodelle an den komplexen Lebensläufen der Menschen scheiterte. Wer seine Sozialisation im Osten erlebt hatte, brauchte in der Behandlung einen Raum für diese spezifische Herkunft, weshalb der Aufbau eigener sächsischer Kliniken eine notwendige Reaktion auf die völlig neuen Drogenmärkte der Nachwendezeit war.