Görliwood erleben: Der ultimative Audioguide zu Görlitz‘ filmischen Drehorten

Der Görliwood®-Audioguide bietet Filmfans und Entdeckern eine spannende Möglichkeit, die filmhistorische Vielfalt der Stadt Görlitz selbst zu erleben. Die Stadt, die aufgrund ihrer beeindruckenden Architektur und Geschichte als einer der beliebtesten Drehorte gilt, hat im Laufe der Jahre mehr als 120 Filme beherbergt – von internationalen Blockbustern wie Inglourious Basterds und The Grand Budapest Hotel bis hin zu älteren Produktionen wie Gefahr der Tod und Der Ochse von Kulm. Dieser reiche filmische Hintergrund ist der Ursprung des Spitznamens „Girlywood“ und macht Görlitz zu einem echten Paradies für Cineasten und Kulturinteressierte.

Mithilfe der Smartguide-App können Besucher auf individuelle Weise 35 spannende Stationen erkunden, die sich über einen gesamten Rundgang von 45 Kilometern erstrecken. Dabei muss die Route nicht in einem Rutsch absolviert werden – man kann von Station zu Station wandern und sich so Zeit nehmen, die Besonderheiten der einzelnen Drehorte in Ruhe zu genießen. So werden nicht nur die bekannten Drehorte der großen Filme, sondern auch eher unbekannte, historische Schauplätze in das Erlebnis einbezogen. Dies ermöglicht einen umfassenden Einblick in die filmische Vergangenheit sowie in die architektonischen und kulturellen Facetten der Stadt.

Ein zentraler Dreh- und Besuchsort ist der Untermarkt, ein historischer Platz in der Altstadt, der als vielseitiges Motiv in zahlreichen Filmproduktionen diente. Ob als authentischer Marktplatz mit Matsch und unbefestigten Wegen, der an vergangene Zeiten erinnert, oder als skurriler Schauplatz, an dem sogar im Sommer künstlicher Schnee inszeniert wurde – der Untermarkt zeigt eindrucksvoll, wie wandelbar und filmisch inspirierend dieser Ort ist. Die unterschiedlichen Inszenierungen, die hier stattfanden, verdeutlichen, dass Görlitz in der Lage ist, sich immer wieder neu zu erfinden und sowohl Vergangenheit als auch Moderne in ein faszinierendes Licht zu rücken.

Ein weiteres Highlight des Audioguides ist die Präsentation der sogenannten „Girliwood Sterne“. Diese markieren besondere Drehorte, die nicht nur filmisch, sondern auch historisch bedeutsam sind. So befindet sich beispielsweise in der Nähe des bekannten Hotel Börse ein Drehort, an dem zahlreiche Stars während der Dreharbeiten übernachteten. Ein weiteres Beispiel ist das Barockhaus in der Neistraße 30, das heute als Museum fungiert. Hier befindet sich ein historischer Büchersaal, der schon mehrfach in Produktionen wie Der Zauberlehrling oder der Mystery-Serie Oderbruch zu sehen war. Solche Orte bieten den Besuchern nicht nur einen Einblick in die Filmgeschichte, sondern verbinden diese mit der historischen Entwicklung und dem kulturellen Erbe Görlitz’.

Darüber hinaus ermöglichen die „Girliwood Schaufenster“ den direkten Zugang zu den Filmdreharbeiten, indem sie das Geschehen hinter den Kulissen sichtbar machen. Dies ist der erste Schritt des umfassenderen Konzepts des „Walk of Girliwood“, der mittlerweile weit über die Grenzen der Altstadt hinaus reicht. So erstreckt sich der Audioguide auch in die Görlitzer Innenstadt, bis hin zum Berzdorfer See, und umfasst weitere faszinierende Stationen wie das Wasserschloss Tauchritz oder die Landsgrundbrauerei. Jede dieser Stationen erzählt ihre eigene Geschichte und zeigt, wie eng das kulturelle Erbe der Stadt mit der Filmindustrie verwoben ist.

Für alle, die nicht nur den Audioguide nutzen möchten, stehen zudem geführte Touren der Görlitz-Information bereit. Diese bieten einen noch tieferen Einblick in die Hintergründe der einzelnen Drehorte und ermöglichen es den Besuchern, die Geschichten, die hinter den Kulissen ablaufen, hautnah zu erleben. Die Führungen verknüpfen filmische Höhepunkte mit architektonischen und historischen Besonderheiten und schaffen so ein Erlebnis, das weit über eine gewöhnliche Stadtrundfahrt hinausgeht.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Görliwood®-Audioguide weit mehr als nur eine App ist – er ist ein Erlebnis, das die filmische Magie mit dem kulturellen Erbe Görlitz’ verknüpft. Besucher erhalten die Möglichkeit, auf individuelle Weise in die Welt der Filme einzutauchen und dabei die beeindruckende Geschichte einer Stadt zu entdecken, die selbst zu einem lebendigen Filmset geworden ist. Ob man nun allein, in der Gruppe oder im Rahmen einer geführten Tour unterwegs ist, der Audioguide eröffnet zahlreiche Perspektiven auf eine Stadt, in der Vergangenheit und Gegenwart harmonisch miteinander verschmelzen und jede Ecke ihre eigene filmische Geschichte erzählt.

Der Gaukler, der den Minister nicht küssen wollte

MASTER-PROMPT HOOK - Profil Armin Mueller-Stahl und die verweigerte Umarmung der Macht In einer Reihe wartender Menschen steht der Schauspieler, als der Minister für Staatssicherheit auf ihn zutritt und ihn an seine ordensgeschmückte Brust ziehen will. Kurz bevor die Lippen des Politikers sein Gesicht berühren, weicht der Mann mit einem lauten Hinweis auf seinen angeklebten, fusselnden Bart zurück, woraufhin die anwesenden Funktionäre in betretenes Schweigen verfallen. MASTER-PROMPT Teaser JP Die Stille nach dem Scherz Ein Händedruck sollte es sein, doch der Griff an das Revers und die plötzliche, erzwungene körperliche Nähe des Ministers durchbrachen das Protokoll der Ehrung augenblicklich. Manchmal genügt ein einziger, scheinbar harmloser Satz über eine Maskerade, um eine staatlich inszenierte Feierlichkeit in eisiges Schweigen zu verwandeln. Ich sehe in diesem Moment der Weigerung, wie schmal der Grat zwischen dem gefeierten Volksschauspieler und einer unerwünschten Person in einem restriktiven System tatsächlich verlaufen konnte – eine Erfahrung, die den 25. Jahrestag des MfS 1975 prägte. MASTER-PROMPT Teaser Coolis Der Eklat beim Staatssicherheits-Jubiläum Während einer Auszeichnung zum 25. Jahrestag des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin kam es zu einer ungeplanten Interaktion zwischen Erich Mielke und dem Darsteller des Agenten Achim Detjen. Armin Mueller-Stahl verhinderte 1975 den demonstrativen Bruderkuss des Ministers durch eine beiläufige Bemerkung über seinen Bart, was die anwesenden Parteifunktionäre sichtlich irritierte. Diese Episode markierte einen Wendepunkt im Verhältnis des Schauspielers zur DDR-Staatsführung, der später in einem faktischen Berufsverbot und der Ausreise in die Bundesrepublik mündete.