Verband der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen e.V. übernimmt Pilotabschluss aus Baden-Württemberg


Die IG Metall Mitte und der Verband der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen haben sich heute für die 18.800 Beschäftigten auf die Übernahme des Pilotabschlusses aus Baden-Württemberg geeinigt.

Die wichtigsten Ergebnisse des Tarifabschlusses:
• 3.000 Euro steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie, gestückelt in zwei Tranchen à 1.500 Euro, Auszahlung bis jeweils 1. März 2023 und 1. März 2024, zeitliche Verschiebung möglich
• Erhöhung der Tariftabellen in zwei Stufen um 5,2 Prozent ab 1. Juni 2023 und um 3,3 Prozent ab 1. Mai 2024
• Entlastungsmöglichkeiten für Betriebe in schwieriger wirtschaftlicher Lage
• Prozessbeschreibung, wie schnell und flexibel auf eine Energienotlage zu reagieren ist
• Laufzeit: 1. Okober 2022 bis 30. September 2024
• Planungssicherheit für die Betriebe durch lange Laufzeit von 24 Monaten

„Wir haben in schwierigen Zeiten einen schmerzhaften und klugen Kompromiss erzielt: Schmerzhaft, weil er teuer ist und für manche Unternehmen die Schmerzgrenze erreicht. Klug, weil er den Betrieben flexibles Handeln bei den Auszahlungen ermöglicht, die ihrer jeweiligen wirtschaftlichen Situation gerecht wird. Durch die Möglichkeit zur Differenzierung und Verschiebung der Kostenbelastung wird er tragbar. Die lange Laufzeit von 24 Monaten bringt Ruhe in die Firmen und ermöglicht ihnen Planungssicherheit. Angesichts der von den Instituten prognostizierten Rezession war es uns sehr wichtig, eine lange Laufzeit des Tarifvertrages zu erreichen“, sagte VMET-Verhandlungsführer Thomas Kaeser.

Die von den Unternehmen zu zahlende steuer- und beitragsfreie Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro kommt direkt und in voller Höhe bei den Beschäftigten an. „Die Unternehmen haben die Möglichkeit, die Fälligkeit der Zahlung sowohl nach vorn zu ziehen als auch nach hinten zu schieben. Damit werden ihnen Spielräume eröffnet, die Belastungssituationen berücksichtigen und auch die Liquidität der Unternehmen im Blick behalten“, sagte Kaeser.

Darüber hinaus habe man sich gemeinsam auf einen Prozess verständigt, der sicherstellt, dass die Betriebs- und Tarifparteien schnell und flexibel reagieren können, falls es während der Laufzeit des Tarifvertrags zu einer Energienotlage komme, machte Kaeser deutlich.

Der VMET hat den Pilotabschluss vor der Übernahme mit seinen Gremien beraten.

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